Engepromenade
Die Engepromenade an der Engestrasse in Bern wurde 1738/40 und 1753 als Doppelallee angelegt und war lange eine beliebte Spazierallee der Stadt.

- Adresse
- Engepromenade, 3004 Bern
- Baujahr
- 1738/40 und 1753; Ergänzungen 1928, 1947, 1964
- Architekt
- angelegt unter Viererobmann Samuel Ludwig Gruber
- Stil
- Barocke Promenade (Doppelallee)
- Heute
- Öffentliche Allee mit Brunnen und Soldatendenkmal, Kulturgut von regionaler Bedeutung
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B)
Über den Bau
Die Engestrasse führt aus der Stadt auf die Engehalbinsel an der Aare. Zwischen der Inneren und der Äusseren Enge begleitet sie ein breiter Spazierweg: die Engepromenade, eine Anlage aus dem 18. Jahrhundert.
Angelegt wurde sie in zwei Etappen, 1738/40 und 1753, unter Samuel Ludwig Gruber, der damals das Amt des Viererobmanns innehatte. Nach dem Historisch-Topographischen Lexikon der Stadt Bern entstand ein Doppelweg mit Ulmen, Laubwänden, Rasenflächen und Ruhebänken. Der Fussweg verlief östlich eines Küherhauses, die Fahrstrasse westlich davon. Das Historische Lexikon der Schweiz nennt die Engeallee als Beispiel für die neuen Promenaden des 18. Jahrhunderts, auf denen Kutschen und Fussgänger getrennte Wege hatten.
Der Abschnitt der Strasse zwischen Innerer und Äusserer Enge wurde laut Bauinventar 1753 als Doppelallee ausgebaut und entwickelte sich danach zu einer der beliebtesten Promenaden Berns. Die Engehalbinsel lag nahe an der Stadt und war doch abgeschieden; im 19. Jahrhundert zog sie das Bürgertum zu Spaziergängen, Ausfahrten und Ausritten an, und an ihren Wegen entstanden Gartenwirtschaften. Der Strassenzug hiess zeitweise Reichenbachstrasse, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder Engestrasse.
Im 20. Jahrhundert wurde die Promenade ergänzt: 1928 kamen Spiel- und Ruheplätze hinzu, Ende 1947 ein Brunnen. Am 1. August 1964 wurde das Soldatendenkmal eingeweiht. Brunnen und Denkmal gehören heute zur Anlage, die als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft ist.
Wer die Promenade entlanggeht, folgt also einer Linienführung, die seit fast drei Jahrhunderten besteht. Achten Sie auf die Trennung von Fussweg und Strasse, die schon im 18. Jahrhundert geplant war.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Burgerbibliothek Bern: Engeallee (nach Berchtold Weber, Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern) · Historisches Lexikon der Schweiz: Parkanlagen · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Enge-Felsenau · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Länggasse-Felsenau · Wikidata: Q56413444
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