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Haus Amonn

Das Haus Amonn an der Bitziusstrasse 53 ist ein Wohnhaus von 1934 im Stil des Neuen Bauens, entworfen vom Berner Architekten Ernst Walter Ebersold.

Haus Amonn, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bitziusstrasse 53
Baujahr
1934
Architekt
Ernst Walter Ebersold
Stil
Neues Bauen
Heute
Wohnhaus, 2014/15 umgebaut und erweitert
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Im Osten der Stadt, an der Bitziusstrasse, steht ein zweigeschossiges Wohnhaus, das auf den ersten Blick wie ein Haus mit Flachdach wirkt. Tatsächlich trägt es ein Walmdach, das aber so flach geneigt ist, dass man es kaum bemerkt. Der Grundriss ist winkelförmig, die Formen sind klar und kubisch. Das Erdgeschoss mit dem Eingang ist mit dunklem Sichtbackstein verkleidet, das Obergeschoss verputzt. Auch die Fensterbänke und der Abschluss unter dem leicht vorspringenden Dachrand sind mit Backstein betont.

Entworfen hat das Haus 1934 der Architekt Ernst Walter Ebersold. Er hatte in Berlin gearbeitet, 1932 dann bei E. Bützberger in Burgdorf und bei Ernst Schmid in Bern, bevor er 1933 in Bern ein eigenes Büro eröffnete. Vorher hatte er schon ein Wohnhaus in Wabern und eine Villa in Muri gebaut. Die Baueingabe reichte er mit dem Kaufmann Hans Jöhr ein, dem das Grundstück gehörte. Jöhr trat als Bauherr auf und liess das Haus für den Hochschullehrer Alfred Amonn errichten, nach dem es heute benannt ist. Den hier entwickelten Villentyp baute Ebersold später noch dreimal in Muri.

Das Haus folgt den Grundsätzen des Neuen Bauens, der Moderne der 1920er- und 1930er-Jahre: Die Fenster sitzen dort, wo die Räume sie brauchen, nicht nach einem Fassadenschema. Zum Garten hin öffnet sich das Haus mit einer offenen Terrasse und Fensterbändern, die nach Süden Licht und Luft hereinlassen. Die Rückseite hat dagegen kaum Fenster. Typisch für Ebersold war der Sichtbackstein, damals in der Schweiz noch ungewohnt. Als sein bedeutendstes Werk gilt ein Rundbau an der Hallerstrasse 49–55.

Ebersolds erster Entwurf sah im Osten einen dreigeschossigen Teil vor, der zunächst nur vereinfacht verwirklicht wurde. 2014/15 wurde das Haus umgebaut und nach den Originalplänen erweitert. Trotzdem ist der Zustand der Bauzeit nach dem Bauinventar weitgehend erhalten. Die Stadt führt das Haus als schützenswert, auch die Umgebung ist von denkmalpflegerischem Interesse. Es ist ein Privathaus; zu sehen ist es nur von der Strasse aus.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bitziusstrasse 53 · Wikipedia (de): Haus Amonn · Wikidata: Q137709965

Lage in Bern
Auf der Karte

Bitziusstrasse 53

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