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Villa Sonnen-Heimat am Haspelweg 40

Die Villa Sonnen-Heimat am Haspelweg 40 in Bern wurde 1892/93 für einen Tuchhändler gebaut und 1902 von Albert Gerster erweitert.

Villa Sonnen-Heimat am Haspelweg 40, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Haspelweg 40
Baujahr
1892/93, Erweiterung 1902
Architekt
F. Bürgi, Baumeister; Anbau Albert Gerster
Stil
klassizistisches Vorstadthaus, erweitert im Historismus
Bauherr
Gustav Fueter-Wassmer, Tuchhändler
Schutz
schützenswert, Schutzvertrag 2015
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Haspelweg im Quartier Allmend-Murifeld steht eines der ältesten Häuser im Gebiet zwischen Haspelweg, Bitziusstrasse, Schosshaldenstrasse und Laubeggstrasse. Die Villa Sonnen-Heimat liess der Tuchhändler Gustav Fueter-Wassmer vom Berner Baumeister F. Bürgi errichten. Die Bauzeit gibt das Inventarblatt im Datenteil mit 1892/93 an, im Titel und bei Wikidata steht 1893.

Der Kernbau hat zwei Geschosse: unten verputzt, oben mit Holz verschalt, darüber ein Viertelwalmdach und an den Ecken Lisenen mit Fugen. Er folgt dem Typ des klassizistischen Wohnhauses am Stadtrand, wie er vor der grossen Bauwelle in den Berner Aussenquartieren verbreitet war.

1902 liess derselbe Bauherr, im Inventar nun Handelsmann genannt, das Haus nach Süden erweitern. Den Anbau entwarf Albert Gerster (1864–1935), der ab 1891 ein eigenes Büro in Bern führte und unter anderem die städtische Reitschule und das Hotel Gurten-Kulm baute. Der neue Teil ist ebenfalls zweigeschossig, sein First verläuft quer zum alten Dach, und an der Südwestecke steht ein Turm mit Zeltdach. Eine eingeschossige Veranda verbindet Alt und Neu so geschickt, dass das Ganze heute einheitlich wirkt.

Hohe Rechteckfenster geben den Räumen auf der Süd-, West- und Nordseite viel Licht. Durch die Erweiterung verband das Haus den schlichten Vorstadttyp mit dem gesteigerten Anspruch auf Wohnkomfort und Repräsentation, den Historismus und früher Jugendstil mit sich brachten. 1941 kam eine Garage hinzu; 2012/13 wurde der südliche Gartenteil abgetrennt und neu bebaut. Das Haus ist schützenswert und seit 2015 durch einen Schutzvertrag gesichert. Vom Weg aus lohnt der Blick auf den Turm mit dem Zeltdach.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Haspelweg 40 · Wikidata: Q138846070 · HLS: Gerster, Albert (Agathon Aerni)

Lage in Bern
Auf der Karte

Haspelweg 40

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