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Kunst in Bern · Bauwerk

Hôtel de Musique

Das Hôtel de Musique am Theaterplatz ist ein barockes Gesellschaftshaus, das Niklaus Sprüngli 1767 bis 1770 für die Grande Société baute.

Hôtel de Musique, Bern
Foto: Next2u, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de · Quelle
Adresse
Hotelgasse 10, Theaterplatz 7
Baujahr
1767–1770 (laut HLS; Wikidata: 1769), Umbau 1904–1905
Architekt
Niklaus Sprüngli; Wikidata nennt zusätzlich René von Wurstemberger
Stil
Barock
Heute
Gesellschaftshaus der Grande Société
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Theaterplatz, zwischen Zytglogge und Kornhausplatz, steht mit der Adresse Theaterplatz 7 und Hotelgasse 10 das Hôtel de Musique. Der Name verrät den ursprünglichen Zweck: Das Haus sollte der vornehmen Berner Gesellschaft als Ort für Bälle, Feste und Musik dienen.

Um den Bau zu finanzieren, gründeten Mitglieder der Grande Société 1766 eigens eine Aktiengesellschaft; unter den Gründern waren Namen wie von Erlach, Sinner, von Graffenried und Frisching. Diese Gesellschaft besteht bis heute und gilt als eine der ältesten Aktiengesellschaften der Schweiz. Den Bau entwarf Niklaus Sprüngli, der nach Jahren in Paris für die Berner Obrigkeit arbeitete. Das Historische Lexikon der Schweiz zählt das Hôtel de Musique, erbaut 1767 bis 1770, zu seinen Hauptwerken; Wikidata gibt 1769 als Baujahr an.

Obwohl eine Bühne eingebaut war, durfte das Haus bis 1798 nicht als Theater genutzt werden. Danach entwickelte sich hier das Berner Theaterleben. In den Jahren 1836 bis 1838 erhielt der Saal einen grösseren Ausbau, und zwischen 1862 und 1903 spielte hier das Stadttheater. Ein Verzeichnis der Aufführungen von 1766 bis 1905 ist heute online zugänglich. In die Geschichte des Bundesstaats ging das Haus am 6. November 1848 ein: Im Theatersaal fand damals die erste Versammlung der Bundesversammlung statt.

Als 1903 das neue Stadttheater eröffnete, verlor der Saal seine Aufgabe. Bei einer Renovation in den Jahren 1904 und 1905 verschwand der Theatersaal ganz; dabei gingen auch die Freitreppen und die ursprünglichen Proportionen des Erdgeschosses verloren. Wikidata nennt neben Sprüngli René von Wurstemberger als Architekten. Er hatte 1901 bis 1903 das neue Stadttheater gebaut und war selbst Mitglied der Grande Société.

Heute ist das Hôtel de Musique Sitz der Grande Société und dient auch als Sitzadresse der Schweizerischen Kommende des Johanniterordens. Wer davorsteht, kann sich die Freitreppen dazudenken, die vor dem Umbau zum Eingang führten.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Untere Altstadt (alle Adressen) · Wikipedia (de): Hôtel de Musique · Historisches Lexikon der Schweiz: Niklaus Sprüngli · Historisches Lexikon der Schweiz: René von Wurstemberger · Schweizer Musikzeitung: Starting point Hôtel de Musique · DaSCH: Hôtel de Musique Bern, Aufführungen 1766–1905 · Wikidata: Q1249510

Lage in Bern
Auf der Karte

Hotelgasse 10

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.