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Kunst in Bern · Bauwerk

Hauptwache

Die Hauptwache am Theaterplatz 13 in Bern entstand 1766–1770 nach Plänen von Niklaus Sprüngli und gilt als Hauptwerk des Berner Spätbarocks.

Hauptwache, Bern
Foto: Ginkgo, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Adresse
Theaterplatz 13
Baujahr
1766–1770 (Bauinventar, GSK) bzw. 1766–1768 (Wikipedia)
Architekt
Niklaus Sprüngli
Stil
Spätbarock
Heute
Geschäftslokal und Zugang zur Tiefgarage, Kulturgut von nationaler Bedeutung
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am südlichen Ende des Theaterplatzes steht ein eingeschossiger Pavillon mit Säulenfront und Mansartdach. Die Hauptwache war das zentrale Wachthaus der Stadt und schloss den Platz, der bis dahin zum Gerberngraben hin offen war, als festlicher Blickpunkt ab.

Entworfen hat sie Niklaus Sprüngli, der zur selben Zeit am gleichen Platz das Hôtel de Musique baute. Zusammen mit der später abgebrochenen Bibliotheksgalerie bildeten die Bauten eine der seltenen spätbarocken Platzgestaltungen der Schweiz. Die Bauzeit wird unterschiedlich angegeben: Bauinventar und Kunstführer nennen 1766–1770, die Wikipedia 1766–1767 beziehungsweise eine Vollendung 1768. Nach dem neuen Bau hiess der frühere Rossmarkt auch Hauptwachplatz.

Die Platzfassade zeigt toskanische Säulen zwischen Eckpfeilern mit Pilastern, die Mittelachse wird von Säulenpaaren gerahmt. Ein feines Gebälk mit Konsolen und eine Balustrade betonen die Waagrechte. Im Dach sitzen Ochsenaugen und eine Mittelgaube, die von einem Helm bekrönt und von Trophäen flankiert wird. Die Bildhauerarbeiten schuf wohl Johann Friedrich Funk I; 1938 wurden sie durch Kopien von Etienne Perincioli ersetzt.

Ursprünglich war die Hauptwache der Kopf einer Häuserzeile, die den Gerberngraben hinunterführte. Diese Situation hat sich stark verändert: durch die Kirchenfeldbrücke in den 1880er-Jahren, das Casino von 1906 bis 1909 und die Bellevue-Garage von 1935 bis 1937. Ende des 19. Jahrhunderts entfernte man die seitlichen Pavillons und öffnete die Säulenhalle zur Laube. 1909/10 baute Kantonsbaumeister Konrad von Steiger das Innere zu Geschäftsräumen um, 1938 folgte eine Gesamtrestaurierung.

Seit der Neugestaltung des Casinoplatzes 2004 steht die Hauptwache an der nordöstlichen Ecke der roten Platzfläche und verbindet zwei Plätze. Ein Detail für Aufmerksame: Durch den rückwärtigen Verbindungsbau zum Haus Casinoplatz 8 gelangt man heute in die Tiefgarage.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Theaterplatz 13 · KGS-Inventar (Text GSK-Kunstführer): Hauptwache, KGS 624 (Archivkopie) · Wikipedia (de): Niklaus Sprüngli · Wikipedia (de): Theaterplatz (Bern) · Wikidata: Q19362481

Lage in Bern
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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.