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Kunst in Bern · Bauwerk

Ländtetor

Das Ländtetor an der Mattenenge in Bern ist ein kleines mittelalterliches Stadttor zur Aare hin, 1873 zugemauert und 1959 wieder freigelegt.

Ländtetor, Bern
Foto: photo uploaded by User:RicciSpeziari. Photographer: Riccardo Speziari, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Mattenenge 3
Baujahr
Mitte 13. Jh., Verstärkung/Neubau frühes 14. Jh. (Hofer laut Wikipedia-Liste) bzw. letztes Jahrzehnt 13. Jh. (Lexikon)
Heute
1959 freigelegt, 1961 restauriert; Kulturgut von regionaler Bedeutung
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Mattenenge, dem schmalen Zugang in die Matte von Nordosten her, sitzt in einer Häuserzeile ein unscheinbarer Torbogen: das Ländtetor. Es ist ein kleines Stadttor, das sich zur Aare hin öffnete, nahe der einstigen Burg Nydegg am östlichen Ende der Altstadt. Vom mittelalterlichen Bau ist vor allem der etwa drei Meter hohe Bogen erhalten.

Wann das Tor entstand, ist nicht ganz sicher. Die Kunstdenkmäler-Bände von Paul Hofer, auf die sich die Wikipedia-Liste der Berner Kulturgüter stützt, vermuten die Mitte des 13. Jahrhunderts und eine Verstärkung oder einen Neubau im frühen 14. Jahrhundert. Das Historisch-Topographische Lexikon der Stadt Bern nennt als Bauzeit das letzte Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts.

Im 18. Jahrhundert diente der Torbau als Gefängnis des Chorgerichts. Das angebaute Wachtlokal nördlich des Tores trug den Namen Ramseyerloch; er erinnert an einen Gefangenen, der dort zwischen 1700 und 1750 lange einsass. 1873 wurde das Tor zugemauert und verschwand aus dem Stadtbild. Erst 1959 legte man es wieder frei, 1961 wurde es restauriert. In derselben Zeit entstanden an der Mattenenge Neubauten, die im November 1961 bezogen werden konnten.

Ländte hiess bis um 1860 auch der westliche Teil der heutigen Schifflaube in der Matte. Das Tor gehört zur Unteren Altstadt, die Teil des UNESCO-Welterbes ist, und ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft. Ein Detail zum Suchen: der alte, freigelegte Torbogen im Mauerwerk der Häuserzeile an der Mattenenge 3.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern: Ländtetor · Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern: Ramseyerloch · Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern: Mattenenge · Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern: Schifflaube · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Innere Stadt (Ost) · Bauinventar der Stadt Bern: Untere Altstadt (Listeninventar) · Wikidata: Q29651708

Lage in Bern
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Mattenenge 3

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