Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Landsitz Feldegg an der Bolligenstrasse 34

Die Feldegg an der Bolligenstrasse 34 ist ein Herrenhaus von etwa 1720, das in drei Jahrhunderten um Säulenvorbau, Veranda und Treppenturm wuchs.

Landsitz Feldegg an der Bolligenstrasse 34, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bolligenstrasse 34
Baujahr
um 1720
Architekt
unbekannt
Heute
Zweifamilienhaus
Schutz
schützenswert; Schutzvertrag 1986; ISOS national A
Umbauten
um 1820, 1870, 1895 (Treppenturm), 1912, 1986
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Bolligenstrasse im Nordosten Berns lagen im 18. Jahrhundert mehrere herrschaftliche Landsitze. Die Feldegg ist zusammen mit ihren Wirtschaftsgebäuden Nummer 38 und 40 ein Zeugnis dieser Zeit. Noch auf einem Stadtplan um 1875 fallen in der damals kaum bebauten Gegend neben dem Baumgarten vor allem die Feldegg und ihre Nachbargüter auf.

Das Herrenhaus entstand um 1720. Es ist ein fast würfelförmiger, zweigeschossiger Bau. Gegen die Bolligenstrasse steht der gemauerte Keller frei, darüber folgen Hochparterre und ein Obergeschoss in Fachwerk. Dieses war zuerst hell verputzt und ist seit etwa 1780 mit Schindeln verkleidet. Das Walmdach hat eine breite, geschwungene Untersicht und ist an der Südseite als Viertelwalm ausgebildet. Gegen Norden und Süden zählt man je vier Fensterachsen. Auf der Nordseite sind die kräftig profilierten Fensterbänke des 18. Jahrhunderts erhalten, unten aus Stein, oben aus Holz; die Südseite hat einfachere Holzrahmen des 19. Jahrhunderts.

Das Haus wurde mehrmals erweitert. Um 1820 kamen ein erster Säulenvorbau und eine neue Ausstattung hinzu, 1870 ein Säulenvorbau aus Gusseisen und erneut eine neue Einrichtung. Bei einem grösseren Umbau 1895 entstand der Treppenturm an der Ostseite. Über dem rundbogigen Eingang sitzt ein Vordach aus Gusseisen und Glas von 1912. Auf der Westseite liegt eine verglaste Veranda.

1986 wurde die Feldegg zu einem Zweifamilienhaus umgebaut. Dabei erhielt sie an der Ostseite einen Anbau für Bäder in moderner Formensprache, den das Bauinventar ausdrücklich als gelungen bezeichnet. Westlich des Hauses liegt ein Garten mit altem Baumbestand. Das Gebäude ist als schützenswert eingestuft, steht seit 1986 unter vertraglichem Schutz, und das Ortsbildinventar ISOS gibt der Umgebung das Erhaltungsziel A.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bolligenstrasse 34 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Allmend-Murifeld · Wikidata: Q138924311

Lage in Bern
Auf der Karte

Bolligenstrasse 34

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Landsitz Baumgarten120 mOfenhaus des Landsitzes Baumgarten220 mKantonales Verwaltungsgebäude an der Reiterstrasse 11320 mWerkstatt- und Schmiedegebäude der ehemaligen Pferdekuranstalt340 mEhemalige Pferdekuranstalt an der Papiermühlestrasse 40420 mFindling 2.0Kunstwerk · 140 mSportfossilienKunstwerk · 360 mPausenzeichenKunstwerk · 390 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.