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Kunst in Bern · Bauwerk

Scheune Elfenau (Grosse Orangerie)

Die frühere Scheune am Elfenauweg 92 in Bern wurde 1814 bis 1816 für Grossfürstin Anna Feodorowna umgebaut und dient seit 1965 als Grosse Orangerie.

Scheune Elfenau (Grosse Orangerie), Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Elfenauweg 92
Baujahr
Mitte 18. Jahrhundert; Umbau 1814–1816; Orangerie 1963–1965
Architekt
Umbau 1814–1816 vermutlich Johann Daniel Osterrieth, Karl Friedrich Waeber, Ludwig Friedrich Schnyder
Stil
Empire (Hofseite)
Heute
Grosse Orangerie, Ort für Empfänge und Veranstaltungen
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Der Hof des früheren Landsitzes Elfenau wird von einem mächtigen Bau dominiert: der einstigen Scheune mit Ställen. Ihre Längsseite zum Hof beherrscht ein grosses rundbogiges Tor, in dessen Bogen ein Kranz aus hölzernen, kandelaberartigen Säulchen eingefügt ist. Links und rechts davon liegen je fünf Rundbogentüren mit Rahmen aus Kalkstein. Darüber erhebt sich ein grosses Teilwalmdach; von Norden führt eine Hocheinfahrt hinauf.

Die Scheune stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und gehörte zum damaligen Brunnaderngut. 1814 bis 1816 liess die russische Grossfürstin Anna Feodorowna sie wie das gegenüberliegende Herrenhaus in eleganten Empireformen umgestalten, vermutlich nach Plänen von Ludwig Friedrich Schnyder, Karl Friedrich Waeber und Johann Daniel Osterrieth. Die Grossfürstin gab dem Gut auch den Namen Elfenau, den der bernische Rat 1816 erlaubte. Hofseitig ist die Scheune bis heute im Zustand dieses Umbaus erhalten.

1838 zog Anna Feodorowna nach Genf. Nach ihrem Tod 1860 kaufte Bernhard von Wattenwyl das Gut, und 1918 verkauften es seine Erben an die Stadt Bern. Ab 1928/29 nutzte die Stadtgärtnerei die früheren Wirtschaftsgebäude. 1963 bis 1965 baute das städtische Hochbauamt die Scheune zur Grossen Orangerie um; aus dieser Zeit stammen die hohen Rechteckfenster an der Rückseite.

Heute dient die Grosse Orangerie laut Stadt zusammen mit der Kleinen Orangerie für Empfänge und Veranstaltungen, genutzt von Stadtgrün Bern. Das Bauinventar zählt die Scheune als grösstes Gebäude zu den prägenden Teilen der Anlage um den Ehrenhof; im Kulturgüterinventar ist sie von nationaler Bedeutung. Ein Detail für Aufmerksame: An der Stützmauer zum Hang steht ein kleiner Brunnen mit ovalem Kalksteinbecken, dessen Ausguss eine Flöte spielende Meerjungfrau bildet.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Elfenauweg 92 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Elfenau · Immobilien Stadt Bern: Landwirtschaftsbetrieb Elfenau, Ausschreibung zur Neuverpachtung · Stadt Bern: Referat Barbara Hayoz zum Elfenaupark (2009) · Wikidata: Q113884707

Lage in Bern
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Elfenauweg 92

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