Kleine Orangerie und Pächterhaus Elfenau
Die Kleine Orangerie am Elfenauweg 94 in Bern ist ein früheres Pächterhaus, an das 1814 bis 1816 eine Orangerie im Empirestil angebaut wurde.

- Adresse
- Elfenauweg 94
- Baujahr
- um 1730–1740; Erweiterung Ende 18. Jh.; Orangerie 1814–1816
- Architekt
- Umbau vermutlich Osterrieth, Waeber und Schnyder; Renovation 1976/77 Atelier 5
- Stil
- Empire (Orangerie)
- Heute
- Café und Ausstellungsraum im Sommer (laut Wikipedia)
- Bauherr
- Ludwig Vinzenz von Tscharner-von Bonstetten; Umbau für Anna Feodorowna
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Ehrenhof des Landsitzes Elfenau steht ein langgestreckter, zweigeschossiger Bau unter einem Teilwalmdach. Im Erdgeschoss tragen gefugte Sandsteinpfeiler die Fassade, dazwischen liegen die früheren Remisentore mit senkrechten, übereck gestellten Stäben. Darüber folgt ein hohes Stuckgesims und ein verputztes Obergeschoss mit einfachen Rechteckfenstern. An der nördlichen Schmalseite erreicht man den ersten Stock über eine hölzerne Treppe, die wie eine kleine Laube vor das Haus gebaut ist.
Nach dem Bauinventar war der Bau ursprünglich ein kleines Bauernhaus aus der Zeit um 1730 bis 1740, mit gemauertem Erdgeschoss und einem Oberbau aus Holz. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde es nach Norden um drei Achsen verlängert; die Stellung der Fenster zeigt diese Bauphasen bis heute. Die Wikipedia beschreibt das Gebäude dagegen als Kutschenremise, die später eine Orangerie als Anbau erhielt.
1814 kaufte die russische Grossfürstin Anna Feodorowna das Gut und liess es umgestalten. In den Jahren 1814 bis 1816 kam auf der Ostseite die Orangerie in Empireformen hinzu, und die Hoffassade wurde neu gestaltet; als Baumeister nennt das Bauinventar vermutlich Johann Daniel Osterrieth, Karl Friedrich Waeber und Ludwig Friedrich Schnyder. An der Gartenfront der Orangerie tragen vier dorische Säulen über dem Eingang einen Architrav und einen Dreieckgiebel. Die kleinteilig gesprossten Fenster daneben lösen die Wand fast wie ein Gitter auf, damit die Pflanzen viel Licht bekamen.
1928/29 zog die Stadtgärtnerei in die früheren Wirtschaftsgebäude des Guts. Bei der Gesamtrenovation 1976/77 durch die Berner Architekten Atelier 5 erhielt der Bau das Aussehen der Empirezeit zurück. Laut Wikipedia dient die Kleine Orangerie im Sommer als Café mit Ausstellungen. Wer um das Haus herumgeht, findet an der Südseite ein Rundbogenportal, das von zwei dorischen Säulen gerahmt wird.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Elfenauweg 94 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Elfenau · Wikipedia (de): Elfenau · Historisches Lexikon der Schweiz: Anna Feodorowna (Lucienne Hubler) · Wikidata: Q113885761
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