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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa am Luternauweg 12

Die schlichte Neurokokovilla am Luternauweg 12 in Bern-Kirchenfeld entwarf Albert Gerster 1898, der Architekt der Reitschule.

Villa am Luternauweg 12, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Luternauweg 12
Baujahr
1898
Architekt
Albert Gerster (zugleich Bauherr)
Stil
Neurokoko
Veränderungen
Anbau Nordost 2009
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Auf einem Eckgrundstück am Luternauweg steht ein zweigeschossiger, würfelförmiger Bau unter einem Walmdach. Die Fassaden kommen ohne waagrechte Gesimse aus; markante, gefugte Lisenen fassen die Ecken ein, und ringsum öffnen sich Fenster mit Stichbögen in Sandsteingewänden mit Ohren und Scheitelsteinen. Die alte Einfriedung des grosszügigen Gartens ist erhalten.

Die Villa entstand 1898 nach Plänen von Albert Gerster, der sie auch als Bauherr errichtete. Gerster, 1864 in Bern geboren, hatte nach einer Maurer- und Steinhauerlehre in Stuttgart und Darmstadt studiert und 1891 in Bern ein eigenes Büro eröffnet. Zur selben Zeit baute er die städtische Reitschule (1895–97), wenig später das Gasthaus auf dem Gurten. Viele seiner Villen in den äusseren Quartieren dienen heute nach Angaben des Historischen Lexikons der Schweiz teilweise Botschaften.

Die Strassenfassade ist dreiachsig. In der Mitte tritt ein Risalit mit eigenen gefugten Ecklisenen vor. Sein gebändertes Erdgeschoss nimmt das Rundbogenportal unter einer Verdachung auf, darüber folgen zwei Treppenhausfenster mit Stichbögen. Oben schliesst ein geschweifter Giebel mit einer Agraffe im Scheitel den Risalit ab. Auf der Gartenseite wiederholt sich die Dreiteilung, nur steht dort statt des Risalits eine Veranda auf toskanischen Säulen. Die Seitenfassaden haben je zwei einfache Fensterachsen, und der Sockel ist dunkel verputzt.

2009 kam auf der Nordostseite ein Anbau hinzu. Das Bauinventar stuft die Villa als schützenswert ein. Achten Sie auf den geschweiften Giebel über dem Eingang, der dem sonst strengen Würfel eine leichte, spielerische Note gibt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Luternauweg 12 · Historisches Lexikon der Schweiz: Gerster, Albert · Wikipedia (de): Albert Gerster · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Süd) · Wikidata: Q139557523

Lage in Bern
Auf der Karte

Luternauweg 12

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.