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Kunst in Bern · Bauwerk

Herrenhaus Elfenau

Das Herrenhaus Elfenau am Elfenauweg 91 in Bern ist ein Landsitz um 1735/40, den die Grossfürstin Anna Feodorowna ab 1814 im Empirestil umbauen liess.

Herrenhaus Elfenau, Bern
Foto: Chrisaliv, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 · Quelle

Besuch

Anreise
Bus 19 bis zur Endstation „Elfenau“.
Geöffnet
Der Park ist öffentlich; Herrenhaus und Nebenhaus sind bewohnt und innen nicht zu besichtigen.
Eintritt
Park gratis.
Tipp
Im Sommer Café in der Kleinen Orangerie, ein Spielplatz und das Naturschutzgebiet an der Aare.

Stand 24. Oktober 2026. Quellen: Stadt Bern – Elfenau · Stadt Bern – Elfenau Freizeitangebote

Adresse
Elfenauweg 91
Baujahr
um 1735–1740; Umbau 1814–1816 (Bauinventar)
Architekt
unbekannt; Umbau vermutlich Osterrieth, Waeber oder Schnyder
Stil
Berner Campagne, Umbau im Empirestil
Heute
Wohngebäude im Elfenaupark
Bauherr
Ludwig Vinzenz von Tscharner-von Bonstetten; Umbau für Anna Feodorowna
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Rand der Geländekante über der Aare steht im Elfenaupark eine ausgewogen proportionierte, zweigeschossige Campagne unter einem mächtigen Mansartdach. Die Eingangsfront hat fünf Achsen und zweistöckige Blendarkaden, die an eine Laube erinnern; in der Mitte sitzt ein Portal mit Dreieckgiebel aus dem Jahr 1814. Davor liegt ein Ehrenhof mit einem Empirebrunnen von etwa 1820.

Das Bauinventar datiert das Haus auf etwa 1735 bis 1740; es ersetzte ein Fachwerkhaus des 17. Jahrhunderts und hiess damals Brunnaderngut. Die häufig zu lesende Angabe, das Haus sei um 1775 entstanden und stamme von Niklaus Sprüngli, weist das Inventar ausdrücklich zurück. Die Wikipedia nennt dagegen ein Landhaus von 1735 und schreibt zugleich, das alte Fachwerkhaus sei um 1780 abgebrochen worden.

1814 kaufte die Grossfürstin Anna Feodorowna (1781–1860) das Gut. Die gebürtige Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld hatte sich nach ihrer unglücklichen Ehe mit Grossfürst Konstantin von Russland 1813 in Bern niedergelassen. Sie liess das Haus im Empirestil umbauen; das Bauinventar nennt als vermutliche Baumeister Johann Daniel Osterrieth, Karl Friedrich Waeber oder Ludwig Friedrich Schnyder. Zur Gartenseite hin wurde der Sockel zu einem Gartensaal ausgebaut. Den Namen Elfenau soll sie gewählt haben, als die Wiese eines Morgens von glitzerndem Tau überzogen war; die Erlaubnis des Rats dafür erhielt sie am 9. September 1816. Im Haus empfing sie Verwandte, darunter ihren Bruder Leopold, den späteren König der Belgier, sowie Diplomaten und die Berner Gesellschaft. 1838 zog sie nach Genf.

1918 kaufte die Stadt Bern das Gut. 1928 entstanden im Haus drei grosse Wohnungen, 1940 wurde im Gartensaal ein Luftschutzkeller eingebaut, den man 2006 bei der Restaurierung des Saals wieder entfernte. Auf der Gartenseite zur Aare führen Fenstertüren auf einen Balkon, der auf gusseisernen Säulen ruht und ein schmiedeeisernes Geländer hat.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Elfenauweg 91 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Elfenau · Historisches Lexikon der Schweiz: Anna Feodorowna (Lucienne Hubler) · Wikipedia (de): Elfenau · Wikidata: Q113884510

Lage in Bern
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Elfenauweg 91

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