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Kunst in Bern · Bauwerk

Bernisches Historisches Museum

Das Bernische Historische Museum am Helvetiaplatz ist ein historistischer Schlossbau der 1890er-Jahre, ursprünglich für ein Landesmuseum gedacht.

Bernisches Historisches Museum, Bern
Foto: Krol:k, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle

Besuch

Anreise
Tram 6, 7, 8 oder Bus 19 bis Haltestelle „Helvetiaplatz“.
Geöffnet
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.
Eintritt
Erwachsene ab CHF 16, Kinder von 6 bis 16 ab CHF 8; mit Einstein Museum CHF 18 und 9.
Zugang
Das Haus von 1894 ist nur teilweise stufenlos.
Tipp
Das Einstein Museum ist im Bernischen Historischen Museum.

Stand 24. Oktober 2026. Quellen: Bernisches Historisches Museum – Praktische Infos · Bern Welcome – Einstein Museum

Adresse
Helvetiaplatz 5
Baujahr
1892–1894 (Wikipedia) bzw. 1892–1896 (Bauinventar); Anbau 1918–1922; Erweiterung 2009
Architekt
André Lambert; Bauleitung Eduard von Rodt
Stil
Historismus (Schlossbau)
Heute
Kulturhistorisches Museum mit Einstein-Museum
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wer über die Kirchenfeldbrücke kommt, sieht am Ende des Helvetiaplatzes einen Bau, der wie eine Burg aussieht: Türme, Erker, Zinnen und ein steiles Walmdach. Über der Freitreppe und der Portalhalle leuchtet ein farbiges Glasmosaik von Léo-Paul Robert, das die Zeitalter der Geschichte darstellt. Davor steht das Welttelegrafen-Denkmal.

Die Form hat einen Grund. 1889 gründeten Kanton, Stadt und Burgergemeinde Bern eine Stiftung für ein Schweizerisches Nationalmuseum, und Bern bewarb sich mit diesem Projekt um den Standort. Die einzelnen Bauteile sollten Bauformen aus verschiedenen Zeiten und Regionen des Landes zeigen. Den Standortwettbewerb gewann Zürich; Bern baute trotzdem, nun als eigenes Museum, und die Stiftung hiess ab 1893 Bernisches Historisches Museum. Den Entwurf lieferte André Lambert aus Stuttgart, die Bauleitung hatte Eduard von Rodt. Für die Bauzeit nennen die Quellen unterschiedliche Jahre: Wikipedia Ende 1892 bis 1894, das Bauinventar 1892 bis 1896 für die Ausführung samt Nebenbauten. Der Bau steht auf dem Areal, auf dem Bern seine 700-Jahr-Feier begangen hatte.

Die Seitenflügel zur Platzseite sind als spätgotische Hallen mit gestaffelten Fenstern gestaltet, an den Ecken stehen ein Turm und ein reich behauener Erker in Formen der Spätrenaissance. Auf der Hofseite fällt ein Turm mit Käsbissendach auf, einem Satteldach zwischen zwei Treppengiebeln. 1914 schenkte Henri Moser dem Museum seine orientalische Sammlung samt Mitteln für einen Anbau. Dieser Moserbau entstand 1918 bis 1922 nach Plänen von René von Wurstemberger, ein wuchtiger Block, dessen Ausstellungssaal im Obergeschoss keine Fenster hat.

1997 bis 2002 wurden die Fassaden saniert. 2009 eröffnete der Erweiterungsbau des Bieler Büros :mlzd mit einem grossen Saal für Wechselausstellungen. Das Museum besitzt rund 500 000 Objekte, darunter die Burgunder Tapisserien und seit 2005 ein Einstein-Museum. Das Gebäude ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

Ein Detail zum Suchen: der Erker an der Nordwestecke mit seinen feinen Bildhauerarbeiten.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Helvetiaplatz 5, 5A, 5D · Wikipedia (de): Bernisches Historisches Museum · Wikidata: Q670058

Lage in Bern
Auf der Karte

Helvetiaplatz 5

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