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Kunst in Bern · Bauwerk

Stiftsgebäude am Münsterplatz

Das Stiftsgebäude am Münsterplatz in Bern ist ein Barockpalast nach Plänen von Albrecht Stürler und heute Sitz einer Direktion des Kantons Bern.

Stiftsgebäude am Münsterplatz, Bern
Foto: Photo: Andreas Praefcke, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Adresse
Herrengasse 1, Münsterplatz 3, Münsterplatz 3a, Münsterplatz 3b
Baujahr
1745–1755 (Pläne 1745–1748)
Architekt
Albrecht Stürler; Bauleitung Samuel Lutz und Ludwig Emanuel Zehender
Stil
Spätbarock
Heute
Kantonale Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wer auf dem Münsterplatz steht, hat im Süden einen langen barocken Bau vor sich, der den Platz nach Süden abschliesst. Im Giebelfeld sitzt das Berner Wappen in einer Kartusche aus Rocaille, jenem muschelartig geschwungenen Ornament, das für das späte Barock typisch ist. Den plastischen Schmuck der Fassade schuf der Bildhauer Johann Friedrich Funk.

Der Name erinnert an die Vorgänger. Schon vor 1256 besass der Deutsche Orden hier ein erstes Ordenshaus; es verschwand, als nach 1421 das Münster gebaut wurde. 1427 bis 1435 entstand ein zweites Deutschordenshaus. 1485 wurde es in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt, und von diesem Stift hat das Gebäude seinen Namen.

Den heutigen Bau plante Albrecht Stürler. Der 1705 geborene Berner gehörte nach dem Historischen Lexikon der Schweiz zu den ersten Architekten der Stadt mit einem akademischen Verständnis der Baukunst und arbeitete meist anonym. Das Stiftsgebäude ist sein einziges gesichertes Werk; dazu sind umfangreiche Unterlagen aus den Jahren 1745 bis 1748 erhalten. Rund zwei Dutzend weitere Bauten werden ihm zugeschrieben, darunter der Erlacherhof. Stürler starb schon 1748. Die Bauarbeiten dauerten nach der Wikipedia von 1745 bis 1755; geleitet wurden sie von Samuel Lutz gemeinsam mit Ludwig Emanuel Zehender.

An den Hauptbau schliessen zwei Flügel an. Der östliche entstand 1747 an der Stelle der Mattentreppe und erhielt 1895 ein zusätzliches Geschoss. Den westlichen Flügel, das sogenannte Provisorhaus, stellte Niklaus Hebler bis 1755 fertig.

Heute ist im Stiftsgebäude nach der Wikipedia die kantonale Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion untergebracht; das Historische Lexikon nannte für den Beginn des 21. Jahrhunderts die Volkswirtschaftsdirektion. Das Gebäude ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Wikipedia (de): Stiftsgebäude · Historisches Lexikon der Schweiz: Albrecht Stürler · Bauinventar der Stadt Bern: Untere Altstadt, alle Adressen (Liste ohne Einzelbeschreibung) · Wikidata: Q2348735

Lage in Bern
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Herrengasse 1

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