Villa Stucki
Die Villa Stucki an der Seftigenstrasse 11 in Bern ist eine Villa des Historismus von 1885/86 und dient seit 1982 als Treffpunkt für das Quartier.

- Adresse
- Seftigenstrasse 11
- Baujahr
- 1885–1886 (laut Wikipedia 1884–1885)
- Architekt
- Eugen Stettler
- Stil
- Barockisierender Historismus
- Heute
- Quartiertreff und Begegnungszentrum
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Hinter einem Gittertor an der Seftigenstrasse öffnet sich eine Einfahrt in einen parkartigen Garten, in dem eine grosse Villa mit lebhafter Dachlandschaft steht. Sie wurde 1885/86 nach Plänen des Berner Architekten Eugen Stettler für Ernst von May-Wagner gebaut; eine Werkliste auf Wikipedia datiert sie auf 1884/85.
Der Grundriss ist vielteilig, entsprechend reich gestaffelt ist das Dach mit sorgfältig gestalteten Gauben. Die hohen Rechteckfenster sitzen in regelmässigen Achsen und haben dekorative Rahmen. Im ersten Stock betonen Fensterbänke auf Konsolen und Verdachungen die Beletage, das Hauptgeschoss. Gefugte Lisenen, Sockel- und Stockwerksgesims und ein vorspringender Eingangsteil auf der rechten Seite gliedern die Hauptfassade. Die Denkmalpflege sieht darin ein überzeugendes Beispiel des barockisierenden Historismus; Putzornamente, eine kassettierte Dachuntersicht und ein Aussichtstürmchen ergänzen das Bild.
1911 erwarb der Internist Hermann Sahli die Villa und richtete im Erdgeschoss eine Privatpraxis ein. 1970 kaufte die Stadt Bern das Haus von der Erbengemeinschaft Stucki-Sahli, und 1982 wurde es zum Kultur- und Begegnungszentrum „Villa Stucki“. Beim Umbau 1988/89 wurde es vor allem restauriert, zugleich kam ein Lift hinzu. 2007 folgte eine Sanierung der Fassaden, 2010 die Renovation des Saals im ersten Stock.
Heute ist die Villa ein Quartiertreff, in dem Räume für Veranstaltungen, Feste und Projekte aus der Nachbarschaft gemietet werden können; zeitweise ist auch ein Restaurant zu Gast. Der Park ist laut den Betreibern öffentlich und autofrei. Die Villa ist unter Schutz gestellt und Teil eines Ortsbilds von nationaler Bedeutung. Beim Betreten des Gartens lohnt ein Blick auf das kleine Belvedere auf dem Dach.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Seftigenstrasse 11 · Quartiertreff Villa Stucki (Website) · Wikipedia (de): Eugen Stettler (Werkliste) · Wikidata: Villa Stucki (Q133307054)
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