Ehemalige Oberzolldirektion an der Monbijoustrasse 40
Die frühere Oberzolldirektion an der Monbijoustrasse 40 in Bern ist ein Bürobau der frühen 1950er-Jahre vom Ehepaar Reinhard mit Werner Stücheli.

- Adresse
- Monbijoustrasse 40
- Baujahr
- 1951–1952 (laut Wikipedia 1947–1951)
- Architekt
- Hans und Gret Reinhard mit Werner Stücheli
- Stil
- Nachkriegsmoderne
- Heute
- Bundesverwaltung (Zoll und Umwelt)
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Wo sich Monbijou- und Mühlemattstrasse gabeln, schwingt eine grüne Fassade in einer konkaven Kurve über roten Betonstützen. Sie gehört zum Kopf eines grossen Verwaltungsbaus, den der Bund für die Eidgenössische Oberzolldirektion errichten liess. Gebaut wurde er auf dem Gelände des früheren Simonguts; südlich davon liegt eine öffentliche Parkanlage aus dem Jahr 1952.
Die Architekten waren Hans und Gret Reinhard zusammen mit Werner Stücheli. Laut Wikipedia gewann das Ehepaar Reinhard 1943 den Wettbewerb, an dem 123 Entwürfe teilnahmen, und arbeitete für die Ausführung mit dem Zweitplatzierten Stücheli zusammen. Bei der Bauzeit gehen die Angaben auseinander: Das städtische Bauinventar und der Kunstführer der GSK nennen 1951/52, Wikipedia 1947–1951.
Der Bau besteht aus zwei langen Trakten, die im Winkel zueinander stehen und nur locker verbunden sind. Der nördliche Flügel hat sieben Geschosse, der südliche entlang der Monbijoustrasse sechs. Die flachen, dünnen Dächer kragen weit aus. Die Denkmalpflege sieht in der freien Anordnung der Baukörper ein Echo auf Bauten von Le Corbusier, etwa das Centrosoyus in Moskau. Aus Kostengründen wurde der Südflügel konventionell mit tragenden Backsteinwänden gebaut; er zeigt eine lange Reihe quadratischer Fenster, die nach zwei Dritteln von einer verglasten Eingangszone unterbrochen wird.
Für das zentrale Treppenhaus schrieb man 1953 einen Kunstwettbewerb aus; je ein Geschoss gestalteten unter anderen Alois Carigiet, Hans Fischer und Otto Tschumi. Seit 1986 wurde der Bau in mehreren sorgfältigen Etappen renoviert. Er gilt als eines der besten Beispiele der Nachkriegsmoderne in Bern und ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung geschützt. Laut Wikidata arbeiten heute das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit und das Bundesamt für Umwelt darin. Wer vor dem Nordkopf steht, sieht am besten, wie Rot und Grün hier bewusst gegeneinander gesetzt sind.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Monbijoustrasse 40 · KGS-Inventar / GSK Kunstführer: Oberzolldirektion (KGS 00686), über Web Archive · Wikipedia (de): Hans und Gret Reinhard · Wikidata: Verwaltungsgebäude Monbijoustrasse 40 (Q19362476)
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