Städtische Mädchenschule im Monbijou
Die ehemalige Städtische Mädchenschule an der Sulgeneckstrasse 26 im Berner Monbijou ist ein Backsteinbau von 1897 nach Plänen von Gottlieb Streit.

- Adresse
- Sulgeneckstrasse 26
- Baujahr
- 1897
- Architekt
- Gottlieb Streit (Pläne), Städtische Baudirektion Bern
- Stil
- Historismus mit Neurenaissance-Portal
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung, schützenswert
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Der lange Bau aus Sichtbackstein bestimmt mit seiner Grösse und Farbe das Bild der Sulgeneckstrasse. Er hat drei Geschosse unter Walmdächern; in der Mitte der Strassenfront steigt ein Teil auf vier Geschosse an, mit einem reichen Portal im Stil der Neurenaissance und einem Giebel mit Uhr. Die Fenster sind zu Dreiergruppen zusammengefasst, dazu kommen Pilaster und Sgraffito-Schmuck. Das Ganze ist streng symmetrisch.
Gebaut hat das Schulhaus 1897 die Städtische Baudirektion nach Plänen von Gottlieb Streit, als Mädchensekundarschule Monbijou. Es war das erste Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Monbijou-Friedhofs; die Stadt begann damit, dieses Areal zu überbauen. Der Neubau hängt mit einem Umzug zusammen: Die burgerliche Mädchenschule, 1880 mit der Mädchenschule der Einwohnergemeinde vereinigt, hatte ihren Sitz bis 1898 in einem klassizistischen Haus an der Amthausgasse und zog danach an den neuen Standort im Monbijou.
Die Ostseite steht direkt an der Strasse und hat schwach vortretende Risalite, die Westseite deutlich stärkere; dort liegen ein Turnplatz und eine Einstellhalle. Das Bauinventar zählt das Haus zu den eindrücklichsten Schulbauten des Historismus und hält fest, dass Stil und reiche Ausführung den Rang einer Sekundarschule zeigen. Verändert wurde es 1926 und 1969.
Im 20. Jahrhundert änderte sich auch der Schulbetrieb. 1957 gab es in Bern zwei Mädchensekundarschulen, Monbijou und Laubegg. Im Frühjahr 1970 führte die Stadt das gemeinsame Lernen von Mädchen und Knaben ein, und die Mädchensekundarschule Monbijou gehörte zu den ersten beiden Schulen, die damit begannen. Das Gebäude ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung und gilt als schützenswert.
Ein Detail: Suchen Sie über dem Mittelteil der Strassenfront den Uhrgiebel.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Sulgeneckstrasse 26 · Bauinventar der Stadt Bern: Amthausgasse 22 (burgerliche Mädchenschule) · Stadtarchiv Bern: Volksschulen Sekundarstufe I (Verwaltungsgeschichte) · Wikimedia Commons: Städtische Mädchenschule (KGS 00726) · Wikidata: Q29651734
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