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Kunst in Bern · Bauwerk

Wohnstock des Schönbergguts, Laubeggstrasse 40

Der ehemalige Herrenstock des Landsitzes Schönberg an der Laubeggstrasse 40 in Bern, um 1856–1858 von Theodor Zeerleder umgebaut.

Wohnstock des Schönbergguts, Laubeggstrasse 40, Bern
Foto: Beat Estermann, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Laubeggstrasse 40
Baujahr
Kern 18. Jh. (1. Hälfte lt. Bauinventar, 2. Hälfte/„1800“ lt. Stadt Bern); Umbau 1856–1858 (lt. Stadt 1860er-Jahre)
Architekt
Theodor Zeerleder (Umbau)
Stil
spätklassizistisch, früher Historismus
Heute
Wohnhaus (Gesamtsanierung 2021–2022)
Bauherr
Samuel Sigmund von Fischer-von Sinner (Umbau)
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Auf der Schönberghöhe östlich der Altstadt, wo bis 1817 der Galgen des Hochgerichts stand, liegt der Landsitz Schönberg. Zu ihm gehört der ehemalige Herrenstock an der Laubeggstrasse 40. Sein Kern stammt aus dem 18. Jahrhundert; die Angaben dazu gehen auseinander: Das Bauinventar nennt die erste Hälfte des Jahrhunderts beziehungsweise einen Vorgängerbau um 1730, die Stadt Bern in ihrer Baudokumentation von 2022 die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts und „1800“ als Baujahr des Kerns.

Seine heutige Gestalt erhielt das Haus, als Samuel Sigmund von Fischer-von Sinner, damals Oberamtmann, den Landsitz neu anlegen liess. Den Umbau von 1856 bis 1858 leitete laut Bauinventar der Berner Architekt Theodor Zeerleder (1820–1868), der unter anderem den Verbindungsbau des Zunfthauses zu Schmieden entwarf; die Stadt datiert die Überformung in die 1860er-Jahre. Damals entstand auch das neue Herrschaftshaus nebenan. Bis 1943 blieb das Gut im Besitz der Familie von Fischer, dann kaufte es die Stadt.

Der zweieinhalbgeschossige Bau unter einem Satteldach hat ein verputztes Erdgeschoss, darüber Riegwerk, das teilweise mit Schindeln verkleidet ist. Lisenen betonen die Ecken und die drei mittleren, ganz in Sandstein gefassten Achsen. Die Nordostfassade wendet sich mit fünf Achsen, einem gedeckten Eingang und einem Dacherker dem Herrschaftshaus und dem Park zu; im Südosten ist eine breite Veranda angebaut. Davor steht ein Brunnen mit verspielten Formen, ein Werk von Henry B. von Fischer.

1986 wurde das Haus in drei Wohnungen unterteilt. 2021–2022 liess die Stadt es gesamthaft sanieren: Die Fassade erhielt nach alten Plänen ihre frühere Farbigkeit zurück, das Laubsägewerk an den Giebeln wurde rekonstruiert, im Dach entstanden zwei weitere Wohnungen, und die Umgebung wurde nach einem Plan von 1875 wiederhergestellt.

Beachten Sie die Balkenköpfe unter den vorkragenden Wänden der Längsseiten; sie gehören zu den feinen Holzdetails, die bei der Sanierung wieder sichtbar gemacht wurden.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Laubeggstrasse 40 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Landsitz Schönberg · Stadt Bern, Immobilien: Bauflyer Laubeggstrasse 40, Gesamtsanierung (2022) · Historisches Lexikon der Schweiz: Zeerleder, Theodor · Open House Bern: Herrenstock Campagne Schönberg · Wikidata: Wohnstock Schönberggut (1856/1858)

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