Campagne Schönberg
Die Campagne Schönberg an der Laubeggstrasse 38 ist ein klassizistischer Landsitz von 1856 bis 1858 mit Herrenhaus, Remise und Scheune.

- Adresse
- Laubeggstrasse 38
- Baujahr
- 1856–1858
- Architekt
- Gottlieb Hebler (laut Lexikon mit Theodor Zeerleder)
- Stil
- Klassizismus
- Heute
- Wohnhaus im Besitz der Stadt Bern (seit 1943)
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Von der Laubeggstrasse führt eine leicht gekrümmte Zufahrt zwischen alten Bäumen auf eine Anhöhe. Dort rahmen ein Herrenhaus, eine Remise und eine Scheune einen U-förmigen Vorhof. Das zweigeschossige Hauptgebäude hat einen Sockel aus Kalkstein, ein gemauertes Erdgeschoss und ein gelblich verputztes Obergeschoss. Die Eingangsseite betont ein dreiachsiger Mittelrisalit mit Freitreppe, gläsernem Vordach, Balkon und Giebel; auf der Gartenseite tragen vier Säulen einen Balkon, darüber sitzt eine grosse Lukarne mit Dreieckgiebel.
Bis 1817 erhob sich auf dieser Höhe der Galgen des Berner Hochgerichts Untenaus; der Name Schönberg ist laut dem Historisch-topographischen Lexikon der Stadt Bern eine beschönigende Bezeichnung für diesen Hügel. Bauherr war Samuel Sigmund von Fischer-von Sinner, damals Oberamtmann: Er liess hier von 1856 bis 1858 anstelle eines Baus aus der Zeit um 1730 einen neuen Landsitz errichten. Entworfen hat ihn der Berner Architekt Gottlieb Hebler (1817–1875); das Lexikon nennt neben ihm Theodor Zeerleder. Als Vorbild sieht das Bauinventar die Bauten Osterrieths, vor allem den 1830 bis 1832 erbauten Landsitz Morillon in Köniz.
Die Familie von Fischer behielt das Gut bis 1943, dann kaufte es die Stadt Bern. Eine Orangerie hatte 1872 Ludwig Karl Adolf von Fischer-Bondeli ergänzt. 1946 wurde das Herrenhaus in ein Dreifamilienhaus umgebaut, 2010 wurden Küchen und Bäder erneuert und die Stuckdecken restauriert. Die weite Grünfläche um die Anlage blieb grösstenteils frei; nur im Bereich des früheren Gartens kamen um 2014 zwei grosse Wohnbauten hinzu.
Ein Detail für den genauen Blick: Die Remise öffnet sich in einem Säulengang mit sieben Achsen, in dem ein Wandbrunnen mit dem Wappenrelief des Bauherrn steht, und über ihrer Mitte sitzt ein achteckiges Uhrtürmchen. Die drei Bauten bilden eine geschlossene Einheit. Der Landsitz ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung, im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder verzeichnet und im Bauinventar als schützenswert eingestuft.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Laubeggstrasse 38, 38A, 38B · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Landsitz Schönberg · Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern (Berchtold Weber, 2016): Schönberg · Wikipedia (de): Gottlieb Hebler · Wikidata: Q29651671
Bauten in der Nähe
Wohnstock des Schönbergguts, Laubeggstrasse 4090 mGärtner- und Pförtnerhaus des Schönberggutes100 mVilla Sonnen-Heimat am Haspelweg 40130 mStaldengut an der Laubeggstrasse 27–29210 mEhemalige Staldenschule an der Laubeggstrasse 23220 mOrientierungKunstwerk · 130 mSportfossilienKunstwerk · 130 mPausenzeichenKunstwerk · 160 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.