Staldengut an der Laubeggstrasse 27–29
Das Staldengut an der Laubeggstrasse in Bern: ein Herrenhaus von 1761 mit Arkadenlaube und ein Lehenshaus, 1905 durch einen Mittelbau verbunden.

- Adresse
- Laubeggstrasse 27, Laubeggstrasse 27a, Laubeggstrasse 29
- Baujahr
- 1761 (Herrenhaus); Verbindungsbau 1905
- Architekt
- unbekannt; 1905 René von Wurstemberger
- Stil
- Berner Landsitz mit Mansartwalmdach
- Bauherrschaft
- E. Jonquin (laut Bauinventar)
- Schutz
- schützenswert; ISOS national A
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Auf einer Terrasse am Hang oberhalb des Aargauerstaldens liegt an der Laubeggstrasse das Staldengut. Früher gehörte der gesamte Landzipfel dazu, den Haspelgasse, Alter Aargauerstalden, Rosengarten und Laubeggstrasse begrenzen. Noch heute gehört eine grosse Gartenanlage dazu. Die Einfahrt flankieren zwei mächtige Postamente aus Kalkstein mit Aufsätzen.
Das Herrenhaus (Nr. 29) stammt von 1761. Es ist ein verputzter Bau mit Gliederungen aus Sandstein unter einem Mansartwalmdach. Zur Strasse zeigt es sich schlicht. Auf der Gartenseite dagegen läuft im Schutz des breiten Dachvorsprungs eine Laube mit Arkaden um das Obergeschoss; darunter entsteht im Erdgeschoss eine gedeckte Terrasse, an die vor der südlichen Schmalseite ein breiter Säulengang anschliesst. Einen Architekten nennt das Inventar nicht, als Bauherrschaft führt es E. Jonquin.
Daneben stand ursprünglich frei das Lehenshaus (Nr. 27), das Wohnhaus für den Pächter. Es ist ein Fachwerkbau mit gemauertem Erdgeschoss, mit Schindeln verkleidet und mit einem Viertelwalmdach gedeckt. Seine Fassaden sind einfach und auf die Funktion abgestimmt; besonders gelungen ist das Erdgeschoss mit gut proportionierten Toren mit Stichbogen. 1905 verband der Berner Architekt René von Wurstemberger die beiden Häuser durch einen Mittelbau, der zur Strasse leicht vorsteht. 1982/83 wurde das Lehenshaus zu einem Ausstellungsraum umgebaut. Die Orangerie (Nr. 27A), ein Winkelbau aus der Zeit vor 1860 mit aufwendigen Holzsägearbeiten im Dachbereich, erhielt 1908 einen Anbau; 1990 diente sie als Ausstellungsraum für Teppiche.
Unterhalb des Guts verläuft der Aargauerstalden. Diese Allee wurde 1750 bis 1758 unter dem Turiner Ingenieur Antonio Maria Mirani als neue Hauptstrasse nach Osten angelegt und ersetzte den Alten Aargauerstalden, eine der Grenzen der früheren Besitzung. Das Staldengut ist im Bauinventar als schützenswert eingetragen, und das Bundesinventar ISOS zählt es zu einem Ortsbild von nationaler Bedeutung. Von der Strasse aus fallen vor allem die beiden Kalksteinpostamente am Eingang auf.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Laubeggstrasse 27, 27A, 29 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Stalden · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Nord) · Wikidata: Q138954345
Bauten in der Nähe
Ehemalige Staldenschule an der Laubeggstrasse 2330 mRosengarten Bern80 mGärtner- und Pförtnerhaus des Schönberggutes130 mWohnstock des Schönbergguts, Laubeggstrasse 40160 mVilla Beau-Regard an der Haspelgasse 15200 mBüste Jeremias GotthelfKunstwerk · 90 mTeichanlage (Europa / Neptun)Kunstwerk · 130 mGrosse VaseKunstwerk · 180 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.