Ehemalige Staldenschule an der Laubeggstrasse 23
Die ehemalige Staldenschule an der Laubeggstrasse 23 in Bern wurde 1728 nach einem Brand neu gebaut und geht auf eine Schule von 1692 zurück.

- Adresse
- Laubeggstrasse 23
- Baujahr
- 1728 (Neubau nach Brand 1727), Aufstockung 1826
- Architekt
- Rudolf Hebler; Wolfgang Zehender
- Stil
- Ländlicher Putzbau, Spätbarock und Biedermeier
- Heute
- 1990: Lehrwerkstatt für Holzbearbeitung
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Laubeggstrasse steht ein ländlich wirkender Putzbau unter einem Viertelwalmdach mit Ründe, dem gerundeten Giebelabschluss vieler Berner Bauernhäuser. Sandsteinelemente gliedern ihn: profilierte Gurtgesimse, Einfassungen von Fenstern und Türen und Lisenen. Er steht traufseitig zur Strasse, davor liegt ein gepflästerter Platz mit einem Kalksteinbrunnen, den Hans Althaus 1868 erstellte.
Die Geschichte des Hauses beginnt 1692. Damals richtete das Niederspital oben am Alten Aargauerstalden eine Schule für Hintersässen ein. So hiessen Einwohner, die zugezogen waren und nicht das volle Bürgerrecht besassen. Der Alte Aargauerstalden war bis zum Bau des neuen Aargauerstaldens 1750 bis 1758 die Hauptstrasse aus der Stadt nach Osten.
1727 brannte das Schulhaus ab. Rudolf Hebler und Wolfgang Zehender bauten es 1728 neu auf. 1826 wurde es aufgestockt, und seither prägen Formen des Spätbarocks und des Biedermeiers den Bau. 1867/68 kam auf der Nordwestseite ein Anbau mit Flachdach hinzu, der um 1980 mit Eternit verkleidet wurde. 1880 erhielt die Schule den Namen Schosshaldenschule.
Als das Bauinventar das Haus 1990 aufnahm, wurde es für die Ausbildung in Holzbearbeitung genutzt, als Lehrwerkstatt gemeinsam mit dem benachbarten Pavillon Nr. 21; an der Stirnseite lag ein Nutzgarten. Das Haus liegt im Quartier Allmend-Murifeld, und das Inventar zählt seine Umgebung mit Vorplatz und Brunnen zu einem Aussenraum von denkmalpflegerischem Interesse. Das Bauinventar stuft das Haus als historisch wertvoll und schützenswert ein.
Ein Detail zum Suchen: der Kalksteinbrunnen von 1868 auf dem Vorplatz, der aus denselben Jahren stammt wie der Anbau mit Flachdach.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Laubeggstrasse 23 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Stalden (Aargauerstalden 1750–1758) · Historisches Lexikon der Schweiz: Hintersassen · Wikidata: Q138921121
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