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Kunst in Bern · Bauwerk

Doppelhäuser an der Buchserstrasse 2/4 und am Ostring 32–38

Drei Doppelhäuser von Otto Ingold an der Ecke Buchserstrasse/Ostring in Bern: frühe Beispiele des Neuen Bauens und Ort einer Werkbund-Ausstellung.

Doppelhäuser an der Buchserstrasse 2/4 und am Ostring 32–38, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Buchserstrasse 2, Buchserstrasse 4, Ostring 32, Ostring 34 …
Baujahr
1934 (laut Quartiergeschichte 1933–35)
Architekt
Otto Ingold, Bern
Stil
Neues Bauen
Bauherrschaft
Bau AG Sonnenhof
Besonderes
1934 Wohnausstellung des Schweizerischen Werkbunds
Schutz
schützenswert; ISOS national, Erhaltungsziel A
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Ecke von Buchserstrasse und Ostring stehen drei Wohnblöcke, die man leicht übersieht, weil sie so unaufgeregt wirken. Für die Berner Architekturgeschichte sind sie trotzdem wichtig: Die städtische Denkmalpflege nennt sie Wegbereiter des Neuen Bauens in der Stadt. Jeder Block ist ein Doppelhaus mit drei Geschossen, einer leicht abgesetzten Attika und einem deutlich zurückversetzten Satteldach.

An der Eingangsseite flankieren zwei Treppentürme mit schmalen Schlitzfenstern einen Mittelteil, den Putzbalkone in Bänder gliedern; die Türme reichen über die Attika hinauf. Über den originalen Haustüren liegen sehr dünne Vordächer aus Beton. Dunkle Klinker rahmen Türen und Fensterschlitze und bilden die Kanten der Vordächer, ein bewusster Kontrast zum grauen Putz. Die Gartenseiten wirken dagegen leicht: liegende Fenster, Fenster über Eck und weit vorspringende, gerundete Balkone mit niedrigen Brüstungen und waagrechten Geländern.

Der Block an der Buchserstrasse 2/4 reagiert auf seine Ecklage. Seine Stirnseiten sind sorgfältiger gestaltet, mit Versatz und eingelassenen runden Balkonen, und zwischen den Treppentürmen liegt ein Garagentrakt mit denselben Klinkerdetails. Bis auf eine Fassadenverkleidung an Nr. 32 sind die Häuser samt Eingangstüren und verglasten Balkontrennwänden im Bauzustand erhalten.

Entworfen hat sie der Berner Architekt Otto Ingold (1883–1943), Bauherrin war die Bau AG Sonnenhof. Ingold hatte 1913 das Volkshaus in Bern gebaut, einen frühen Eisenbetonbau, und gehörte zu den Gründern des Schweizerischen Werkbunds. Passend dazu zeigte der Werkbund (SWB) 1934 in diesen Häusern eine viel beachtete Wohnausstellung. Das Bauinventar datiert die Gruppe auf 1934, die Quartiergeschichte der Denkmalpflege nennt die Jahre 1933–35. Die Gruppe ist als schützenswert eingestuft und im ISOS mit dem Erhaltungsziel A verzeichnet. Achten Sie auf die feinen Betonvordächer über den Eingängen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Buchserstrasse 2, 4 / Ostring 32–38 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Allmend-Murifeld · Historisches Lexikon der Schweiz: Otto Ingold · Wikidata: Q139002223

Lage in Bern
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Buchserstrasse 2

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