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Kunst in Bern · Bauwerk

Ehemaliger Landsitz Sonnenhof

Der ehemalige Landsitz Sonnenhof an der Jolimontstrasse 2 ist eine Villa aus dem späten 18. Jahrhundert, verborgen in einem Park in der Schosshalde.

Ehemaliger Landsitz Sonnenhof, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Jolimontstrasse 2
Baujahr
Ende 18. Jahrhundert, Erweiterungen 1872, 1910, 1943
Architekt
Samuel Müller
Stil
schlichter Landsitz unter gekreuztem Viertelwalmdach
Heute
im Bauinventar als schützenswert eingestuft
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Jolimontstrasse liegt hinter Bäumen eine Villa, die man von der Strasse aus kaum sieht. Das zweigeschossige Haus steht auf einem Sandsteinsockel; die verputzten Fassaden fassen Ecklisenen und schlichte Fenstereinfassungen, ebenfalls aus Sandstein. Die Hauptfront hat sieben Achsen. In ihrer Mitte führen zwei seitliche Treppen zum Ausgang, darüber sitzt ein winziger Balkon auf Volutenkonsolen, bekrönt von einem Dreieckgiebel.

Erbaut wurde das Landhaus Ende des 18. Jahrhunderts; das Bauinventar nennt als Baumeister Samuel Müller. Seine heutige Gestalt erhielt es durch mehrere An- und Umbauten. 1872 liessen die Gebrüder Wyttenbach eine Scheune abbrechen und das Haus nach Südwesten erweitern, 1910 folgte eine Erweiterung nach Nordosten, 1943 kamen weitere Anbauten hinzu. An der dreiachsigen Eingangsseite steht ein angebauter Eckturm mit Pyramidendach, im Norden liegen niedrige Anbauten mit Gartenhalle und Garage.

Der Sonnenhof gehört zu einer Reihe von Gütern, die am alten Burgernzielweg lagen. Wegen dieser Lage misst ihm das Bauinventar trotz seiner einfachen Gestaltung einen grossen historischen Wert bei. Seinen Reiz verdankt das Haus gerade den vielen Umbauten: Unter dem gekreuzten Viertelwalmdach ist eine abwechslungsreiche Dachlandschaft entstanden, an einer Seite mit einem ovalen Fenster über einem Gesims im Quergiebel. Bei der Einfahrt steht ein kleines Rieghaus mit einer weiteren Garage, wohl von 1933.

Von der Glanzzeit der Villa zeugen Reste einer abgetreppten Gartenanlage: Baumreihen betonen die Mittelachse, dazu kommt ein Springbrunnen. Die jüngste sichtbare Veränderung ist der gläserne Windfang im Nordosten von 1982. Das Bauinventar stuft das Haus als schützenswert ein, den Aussenraum als von denkmalpflegerischem Interesse; Wikidata führt es als Kulturgut von kantonaler oder lokaler Bedeutung. Auch ein angrenzendes Quartier und die Volksschule im Jolimont tragen den Namen Sonnenhof.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Jolimontstrasse 2, 2A · Wikipedia (de): Jolimont (Bern) · Wikidata: Q138841116

Lage in Bern
Auf der Karte

Jolimontstrasse 2

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.