Rosengarten Bern
Der Rosengarten am Alten Aargauerstalden in Bern war über hundert Jahre lang ein Friedhof und ist seit 1913 ein öffentlicher Park über der Altstadt.

Besuch
- Anreise
- Bus 10 bis Haltestelle „Rosengarten“.
- Geöffnet
- Öffentlicher Park, keine Öffnungszeiten.
- Eintritt
- Gratis.
- Tipp
- Rosen und Iris blühen im Sommer, die japanischen Kirschbäume Ende März und Anfang April. Grosser Spielplatz, Restaurant am Südeingang und Blick über die Altstadt bis zum Münster. Ein steiler Weg führt hinunter zum BärenPark.
Stand 24. Oktober 2026. Quellen: Stadt Bern – Rosengarten · Bern Welcome – Rose Garden · Bern Welcome – Restaurant Rosengarten
- Adresse
- Alter Aargauerstalden 31
- Baujahr
- Friedhof ab 1765, Park ab 1913/14, Pergola 1988
- Architekt
- Stadtgärtner Emil Albrecht (Plan 1914); Pavillon Städtisches Hochbauamt; Pergola Anton Herrmann und Chi-Chain Herrmann-Chong
- Stil
- Geometrischer Garten mit Kreuzallee
- Heute
- Öffentlicher Park mit Rosarium, Lesepavillon und Restaurant
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Vom Rosengarten aus blickt man über die Dächer der Altstadt bis zum Münster und zur Nydeggkirche. Dass der Park hier oben über dem Aargauerstalden liegt, hat mit dem Tod zu tun: 1751 kaufte die Stadt das Land, weil der Klösterlifriedhof unten an der Aare zu klein geworden war, und ab 1765 wurde hier bestattet. Schon damals sprach man vom Rosengartenfriedhof. Nach der Broschüre von Stadtgrün Bern war ‚Rosengarten‘ lange ein Ausdruck für Friedhof; mit der heutigen Rosensammlung hat der Name also nichts zu tun.
Um 1830 erweiterte die Stadt den Friedhof und gab ihm eine Mauer und ein Gittertor. Wahrscheinlich geht auch die Kreuzallee auf diese Zeit zurück, die den Park bis heute in vier Felder teilt. 1877 wurde der Friedhof geschlossen, vereinzelte Bestattungen gab es noch bis 1880. Im Jahr 1900 bat der Schweizerische Gemeinnützige Frauenverein darum, das Gelände in eine Grünanlage umzuwandeln. Der Gemeinderat entschied am 5. März 1913, den Rosengarten fortan als öffentliche Anlage zu führen. Stadtgärtner Emil Albrecht legte 1914 einen Plan vor, und die Arbeiten begannen zu Beginn des Ersten Weltkriegs, auch um Arbeitsuchenden eine Beschäftigung zu geben.
1917 wurde das Rosarium mit 3700 Rosen in 130 Sorten bepflanzt. 1918 kamen der kleine Lesepavillon des städtischen Hochbauamts, dessen Formen an den Berner Barock erinnern, und der Teich mit Springbrunnen dazu; am Teich stehen die Kunststeingruppen ‚Europa‘ und ‚Neptun‘ von Karl Hänny. Die Bronzebüste von Jeremias Gotthelf schuf Arnold Huggler; sie steht heute im ummauerten Lesegarten beim Pavillon, der seit 1962 eine Bibliothek mit bernischer Literatur beherbergt. In den Jahren um 1960 wurde der Park neu gestaltet, 1961 öffnete das Sommerrestaurant.
Die heutige Pergola am Ende der Längsachse stammt von 1988. Weil die alte Holzpergola in schlechtem Zustand war, entwarfen die Architekten Anton Herrmann und Chi-Chain Herrmann-Chong eine Konstruktion aus verschraubten Stahlwinkeln, deren Teile sich einzeln ersetzen lassen. 1975 schenkte ein japanischer Bewunderer der Stadt Zierkirschen für den Hang unterhalb des Restaurants; die Chronologie der Stadt nennt 110 Bäume, die Broschüre von 2024 spricht von 100. Das Bauinventar zählt den Rosengarten zu den bedeutendsten Gartenanlagen der Stadt.
Ein Detail für Rosenfreunde: Im Rosenparterre wachsen nur Teehybriden, die auch Edelrosen heissen.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Alter Aargauerstalden 31 · Stadt Bern: Rosengarten, Info und Chronologie (2012) · Stadtgrün Bern: Broschüre Rosengarten (2024) · Wikipedia (de): Rosengarten Bern · Wikidata: Q2167108
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