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Ehemaliges Gebäude der Eidgenössischen Alkoholverwaltung

Das ehemalige Gebäude der Eidgenössischen Alkoholverwaltung an der Länggassstrasse 31 ist ein Verwaltungsbau von 1903/04 zwischen Neubarock und Jugendstil.

Ehemaliges Gebäude der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, Bern
Foto: Ginkgo, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Adresse
Länggassstrasse 31
Baujahr
1903–1904
Architekt
Ernst Hünerwadel (laut GSK: Lindt und Hünerwadel)
Stil
Neubarock mit Jugendstil
Heute
Kulturgut von nationaler Bedeutung; Alkoholverwaltung bis 2017/2018
Schutz
Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Ecke von Länggassstrasse und Bühlstrasse steht ein mächtiger Portalrisalit schräg zur Kreuzung; von ihm gehen zwei Flügel aus. Der dreigeschossige, verputzte Bau ist reich mit Sandstein gegliedert und trägt ein voll ausgebautes Mansartwalmdach. Über dem Hauptportal ruht ein Balkon mit geschwungener Brüstung auf verspielten Konsolen, darüber schliesst ein Giebelfeld mit Rollwerk und hochovalem Okulus den Risalit ab. Den Flügel an der Bühlstrasse fassen zwei Seitenrisalite mit Pavillondächern ein.

Bauherrin war die Direktion der eidgenössischen Bauten. Das städtische Bauinventar datiert das Haus auf 1903 und nennt als Architekten Ernst Hünerwadel; der Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte nennt das Büro Lindt und Hünerwadel und die Jahre 1903 bis 1904. Laut Wikipedia führten Paul Lindt und Hünerwadel ihr gemeinsames Büro allerdings nur bis 1899. Die Denkmalpflege sieht in den Formen eine seltene und gelungene Verbindung von Neubarock und Jugendstil. Besonders fein sind die Bekrönungen aus Rollwerk über den Fenstern des ersten Obergeschosses, um die sich die Profile der Fenstergewände in weichem Schwung legen.

Unter dem Dach trägt die gekehlte Untersicht eine ornamentale Bemalung im Jugendstil. Im Inneren beschreibt der Kunstführer eine Eingangshalle und ein Treppenhaus mit floralen Bodenmosaiken und Glasfenstern. 1909 kam die Einfriedung hinzu. Die Fassaden wurden 1983/84 renoviert; 1993/94 folgten eine Restaurierung des Inneren und ein moderner Erweiterungsbau daneben, beide von Rolf Mühlethaler.

Die Alkoholverwaltung hatte hier ihren Sitz bis 2017/2018. Anfang 2018 wurde sie in das heutige Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit eingegliedert, dessen Bereich Alkohol seither von Delsberg aus arbeitet. Achten Sie auf den diagonal gestellten Hintereingang auf der Hofseite, der mit seinem eigenen Aufbau den Baukörper abrundet. Das Haus ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und gehört zur Baugruppe Vordere Länggasse.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Länggassstrasse 31 · KGS-Inventar, Objektbeschreibung GSK-Kunstführer: Eidgenössische Alkoholverwaltung (KGS 8984) · Wikipedia (de): Eidgenössische Alkoholverwaltung · Wikipedia (de): Paul Lindt · Wikidata: Q19362475

Lage in Bern
Auf der Karte

Länggassstrasse 31

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