Institutsgebäude der Universität Bern an der Baltzerstrasse
Das Institutsgebäude der Universität Bern an der Baltzerstrasse, der Salvisbergbau, ist ein Sichtbetonbau des Neuen Bauens von 1928 bis 1931.

- Adresse
- Baltzerstrasse 1, Baltzerstrasse 3, Baltzerstrasse 5
- Baujahr
- 1928–1931 (Bauinventar: Wettbewerb 1928, Bau 1930/31; GSK: 1929–1931)
- Architekt
- Otto Rudolf Salvisberg und Otto Brechbühl
- Stil
- Neues Bauen
- Heute
- Institut für Geologie, Kantonales Laboratorium, Pharmazeutischer Dienst
- Bauherrschaft
- Kanton Bern
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Entlang der Baltzerstrasse zieht sich ein langer, dreigeschossiger Bau aus Sichtbeton über die Geländemulde zwischen Bühlstrasse und Muesmattstrasse. Bänder aus Fenstern, zusammengehalten von einem feinen Gesims, gliedern die glatten Betonflächen. Über das Dach ragen die Aufsätze der Hörsäle, die zur Strasse hin vorkragen und vieleckig abschliessen. Darunter liegen die Eingänge der einzelnen Institute. Im Erdgeschoss sind die Fenster fast quadratisch, oben hochrechteckig, sodass man die Geschosse leicht ablesen kann.
Die Pläne zeichneten Otto Rudolf Salvisberg und sein Partner Otto Brechbühl; Bauherr war der Kanton Bern. Nach dem Bauinventar fand 1928 der Wettbewerb statt, gebaut wurde 1930/31; der Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte nennt 1929 bis 1931. 1931 ging das Haus in Betrieb. Es vereinte sechs Institute unter einem Dach und zählt zu den wichtigsten Schweizer Bauten des Neuen Bauens. Auf der Rückseite stehen vier quadratische Querflügel; ihre Stirnseiten haben je ein hohes Fenster über alle drei Geschosse, vor dem Betonlamellen die Treppen markieren. Den Abschluss an der Bühlstrasse bildet der etwas höhere Kubus des früheren gerichtsmedizinischen Instituts.
1982 wurden die Betonfassaden saniert, später folgten Umbauten im Innern. Laut Kunstführer hat die Neugestaltung der Baltzerstrasse die Wirkung des Baus beeinträchtigt. Heute nutzen ihn das Institut für Geologie, das Kantonale Laboratorium und der Pharmazeutische Dienst. Das Institut für Rechtsmedizin ist Ende 2021 ausgezogen, in ein neues Gebäude an der Murtenstrasse.
Weil das Haus nie umfassend erneuert wurde und seine Decken den heutigen Lasten nicht genügen, plant der Kanton eine Gesamtsanierung in Etappen ab etwa 2029, mit Abschluss um 2034. Danach sollen Institute der philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät einziehen. Das Gebäude ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.
Ein Detail: Zählen Sie an der Strassenseite die über das Dach ragenden Hörsaalaufsätze.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Baltzerstrasse 1–5 / Bühlstrasse 20 / Muesmattstrasse 19 · GSK-Kunstführer via KGS-Inventar: Universitätsinstitute (KGS 658, archivierte Fassung) · Kanton Bern, Vortrag des Regierungsrates 2020.BVD.6389 (23.6.2021) · Kanton Bern, Vortrag des Regierungsrates 2024.BVD.2458 (18.9.2024) · Grosser Rat des Kantons Bern, Debatte 1.12.2021 · Wikidata: Q19362519
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