Freibad Weyermannshaus
Das Freibad Weyermannshaus im Westen Berns entstand aus einem mittelalterlichen Weiher und hat eines der grössten Schwimmbecken Europas.

- Adresse
- Stöckackerstrasse 9, (11, 15) 3027 Bern
- Baujahr
- 1957/58 (Freibad), 1970/71 (Hallenbad und Kunsteisbahn); Badestelle seit 1908–1910
- Architekt
- Hans Beyeler
- Heute
- Städtisches Freibad mit Hallenbad und Kunsteisbahn, 2020–2022 saniert
Über den Bau
Im Westen der Stadt, im Quartier Untermatt, liegt zwischen dem Bremgartenwald im Norden und dem Autobahnviadukt der A12 im Osten eine grosse, fast seeartige Wasserfläche. Die Bernerinnen und Berner nennen das Bad liebevoll „Weyerli“, kleiner Weiher. Zur Anlage gehören neben dem Freibad ein Hallenbad, eine Kunsteisbahn und ein Restaurant. Ausserhalb der Badesaison dient das Gelände als Park.
Der Name erinnert an einen alten Weiher. 1235 gab Heinrich von Hohenstaufen dem Berner Schultheissen Peter von Bubenberg einen Weiher vor der Stadt zu Lehen, und 1338 verkaufte die Stadt Hans von Bubenberg ein Stück Allmend beim „wyer von Bubenberg“. Der Gutsname leitet sich vermutlich vom Haus des Mannes ab, der das Gewässer betreute. Im 16. Jahrhundert waren daraus drei verbundene Fischteiche geworden, die man abwechselnd trockenlegte. Ab 1620 entwässerte man sie dauerhaft und nutzte den Boden als Ackerland. Nur ein Teil des westlichsten Teichs blieb erhalten; dort richtete man 1908 bis 1910 eine Badestelle ein, damals noch mit Naturufer.
Zum städtischen Freibad wurde der Ort Ende der 1950er-Jahre. Nach Wikipedia betonierte man 1957 den Beckenrand, die Stadt Bern nennt 1958 als Baujahr. Die Gebäude entwarf der Architekt Hans Beyeler, darunter ein Hauptgebäude, ein Restaurant und Garderoben. Das südliche Garderobengebäude von 1958 ist das letzte von ursprünglich drei gleichen Bauten und steht unter Denkmalschutz. Hallenbad und Kunsteisbahn folgten 1970 nach Wikipedia, 1971 nach den Unterlagen der Stadt; im selben Zug wurde das Becken abgedichtet, das bis dahin viel Wasser in den Boden verlor.
Das Becken wird seit 1958 mit Grundwasser gefüllt. Seine Fläche gibt Wikipedia mit 16 000 Quadratmetern an, die Stadt mit knapp 15 500; das Volumen beträgt rund 25 000 Kubikmeter. Lange floss das von Hand gechlorte Wasser ungereinigt in den Wohlensee, und weiterhin versickerte ein Teil. Im September 2020 bewilligten die Stimmberechtigten einen Kredit von 48 Millionen Franken. Nach anderthalb Jahren Bauzeit öffnete das Bad am 14. Mai 2022 wieder, mit neuer Beckenoberfläche, einer Wasseraufbereitung, einem neu gestalteten Kinderbecken und einer breiten Rutschbahn. Hallenbad und Eisbahn sollen durch einen Neubau ersetzt werden.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Stadt Bern: Vortrag des Gemeinderats an den Stadtrat, Sanierung Freibad Weyermannshaus · Nau.ch: Berner Weyerli erstrahlt in neuem Glanz (Mai 2022) · Wikipedia (de): Weyermannshaus · Wikidata: Q23021448
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