Schulanlage Steigerhubel
Die Schulanlage Steigerhubel an der Steigerhubelstrasse 49–65 in Bern bauten Hans und Gret Reinhard in den 1950er-Jahren als Schulpark.

- Adresse
- Steigerhubelstrasse 49, Steigerhubelstrasse 51, Steigerhubelstrasse 53, Steigerhubelstrasse 55 …
- Baujahr
- 1952–1958/1959 (Bauinventar); 1952–1961 in zwei Etappen (Stadt Bern)
- Architekt
- Hans und Gret Reinhard, Bern
- Stil
- Pavillonschule der 1950er-Jahre
- Heute
- Volksschule Steigerhubel; Mittelschulhaus von der Berufsfachschule gibb genutzt
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Auf dem Steigerhubel, einem Moränenhügel über der Freiburgstrasse, verteilt sich eine weitläufige Schulanlage in einem Park mit altem Baumbestand. Die Gebäude an der Strasse – Mittelschulhaus, Turnhalle und Kirchgemeindehaus – sind durch gedeckte Passerellen verbunden. Die vier Primarschulhäuser und der Kindergarten stehen dagegen wie Pavillons frei im Grünen. So entsprach es den Idealen des Schulbaus jener Zeit: jede Funktion in einem eigenen Gebäude.
Bis um 1950 stand hier ein alter Landsitz. Laut Stadt Bern heisst der Hügel nach der Familie Steiger, die das Gut von 1719 bis 1821 bewohnte; 1821 kaufte es die Stadt, ab 1864 diente es als Gemeindelazarett und später als Heil- und Pflegeanstalt, die 1936 aufgelöst wurde. Das Bauinventar nennt den Landsitz Weyermannshubel, die Stadt Weyermannshausgut. Weil in Holligen viele Wohnungen entstanden, brauchte das Quartier dringend Schulraum, und 1952 musste der Landsitz der Schule weichen.
Den Wettbewerb von 1951 gewannen Hans und Gret Reinhard; das Historische Lexikon der Schweiz zählt die Anlage zu ihren wichtigen Frühwerken. Zur Bauzeit gibt es verschiedene Angaben: 1952 bis 1958 im Gruppenblatt des Bauinventars, 1952 bis 1959 im Objektblatt, 1951 bis 1959 im Lexikon und zwei Etappen von 1952 bis 1961 bei der Stadt. Die Primarschulhäuser bestehen aus zweigeschossigen Hauptkörpern mit Satteldach und eingeschossigen Nebenräumen, deren Flachdächer als offene Pausenunterstände weitergeführt sind. Der Doppelkindergarten hat einen Grundriss aus drei zusammengeschobenen Sechsecken.
Das dreigeschossige Mittelschulhaus aus gestrichenem Sichtbeton an der Steigerhubelstrasse 49 nutzt heute die Berufsfachschule gibb. Weil die Schülerzahlen stark steigen, steht seit 2024 ein Modulbau-Provisorium neben den Turnhallen, ein zweites ist ab 2027 vorgesehen, und die Stadt plant eine Gesamtsanierung. Ein Blick lohnt sich auf die filigrane Eisenplastik „Fleur du ciel“ von Walter Linck aus dem Jahr 1954.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Steigerhubelstrasse 49–65 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schulhaus Steigerhubel · Stadt Bern, Vortrag des Gemeinderats: Volksschule Steigerhubel, Provisorium Modulbau II (2025) · Historisches Lexikon der Schweiz: Reinhard, Hans · Wikidata: Q136326444
Bauten in der Nähe
Freibad Weyermannshaus550 mKrematorium Bremgartenfriedhof570 mSchloss Holligen580 mPrimarschule Stöckacker730 mLoryspital730 mFleur du cielKunstwerk · 50 mQuellstein-BrunnenanlageKunstwerk · 70 mPelikanKunstwerk · 460 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.