Primarschule Stöckacker
Die Primarschule Stöckacker an der Bienenstrasse 5–11 in Bümpliz wurde 1954/55 nach Plänen von Rolf A. Berger als farbige Pavillonschule gebaut.

- Adresse
- Bienenstrasse 11, Bienenstrasse 5, Bienenstrasse 7, Bienenstrasse 9
- Baujahr
- 1954–1955
- Architekt
- Rolf A. Berger, Bern
- Stil
- Moderne der frühen 1950er-Jahre, Pavillonschule
- Heute
- Volksschule Stöckacker mit Quartiertreff „StöckTreff“
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Ende der kurzen Bienenstrasse öffnet sich ein Eingangshof, gebildet vom früheren Hausmeisterhaus, einer langen Pausenhalle und der Turnhalle. Die Pausenhalle ist eine flach gedeckte Galerie aus Betonrahmen, auf einer Seite verglast. Sie ordnet die ganze Anlage: Die beiden zweigeschossigen Schulhäuser stehen rechtwinklig zu ihr und sind über kleine Windfänge aus Sichtbackstein mit ihr verbunden.
Das Gelände gehörte zum alten Ladenwandgut, das die Stadt Bern 1946 von der Burgergemeinde erwarb. Auf dem nordwestlichen Plateau liess die Einwohnergemeinde 1954/55 die Schule nach Plänen des Architekten Rolf A. Berger bauen, in der Mulde darunter entstanden Turn- und Spielplätze. Laut Stadt bot die Anlage Platz für acht Klassen.
Typisch für die frühen 1950er-Jahre ist das sorgfältige Material- und Farbkonzept: grober Putz mit waagrechter Kellenstruktur, Beton, Sichtbackstein und Holzfenster an schlichten, mehrfarbigen Baukörpern unter Satteldächern. An den Südostseiten der Schulhäuser teilt ein Betonraster die Fassade in Felder. Ein grosses, zwei Geschosse hohes Feld belichtet die Eingangshalle mit einem Glasfenster von Tonio Ciolina; das Bauinventar datiert es auf 1959, die Stadt schreibt den Namen Ciolino und nennt 1958. An der Giebelseite der Turnhalle zur Bienenstrasse zeigt ein Sgraffito von Toni Grieb aus dem Jahr 1960 zur Schule gehende Kinder.
Im früheren Hausmeisterhaus an der Bienenstrasse 7 befindet sich heute der Quartiertreff „StöckTreff“. Seit der Überarbeitung des Bauinventars ab 2019 gilt die Schule als schützenswert. Weil in der Umgebung viele Wohnungen entstehen, plant die Stadt eine Gesamtsanierung und einen Erweiterungsbau mit Holztragwerk; Sieger des Wettbewerbs von 2020 war das Projekt „KAPLA“ des Zürcher Schmid Ziörjen Architektenkollektivs. Der Vortrag des Gemeinderats von 2021 sah Bauarbeiten von 2024 bis 2027 vor.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bienenstrasse 5–11 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schulhaus Stöckacker · Stadt Bern, Vortrag des Gemeinderats: Gesamtsanierung und Erweiterung Volksschule Stöckacker (2021) · Wikidata: Q114212771
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