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Kunst in Bern · Bauwerk

Scheune am Melchenbühlweg 137d

Eine mächtige Scheune am Eingang zum Landsitz Wittigkofen im Osten Berns, in ihrer heutigen Form um 1743 unter Johann Rudolf von Wurstemberger entstanden.

Scheune am Melchenbühlweg 137d, Bern
Foto: Urs Schönholzer, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 · Quelle
Adresse
Melchenbühlweg 137d
Baujahr
heutige Form 1743, Kern älter (auf dem Plan von 1717 belegt)
Architekt
unbekannt
Bauherrschaft
wohl Johann Rudolf von Wurstemberger
Schutz
schützenswert, Baugruppe Schloss Wittigkofen
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wer vom Melchenbühlweg in den Wittigkofenweg einbiegt, geht zwischen zwei grossen, parallel stehenden Scheunen hindurch. Die eine trägt die Nummer 137d, die andere gehört zum Bauernhof Melchenbühlweg 139. Zusammen bilden sie den Eingang zum Schlössli Wittigkofen, einem Landsitz, der schon im 13. Jahrhundert erwähnt wird und später verschiedenen Berner Ratsfamilien gehörte.

Die Scheune ist ein Holzständerbau auf einem gemauerten Erdgeschoss unter einem steilen Dach, das an den Schmalseiten zu einem Viertel abgewalmt ist. Die Giebelwand im Nordosten hat einen Sockel und Eckquader; die Holzkonstruktion darüber ist mit senkrechten Brettern verschalt. An den Längsseiten lässt sich die Nutzung ablesen: Hohe Scheunentore wechseln mit jüngeren Stallteilen aus Sichtbackstein, und im Obergeschoss, das als Tenn diente, besteht die Wand aus locker gefügten Bohlen. An der Westseite steht ein Schuppen von 1902, den das Inventar als unbedeutend, aber nicht störend beschreibt.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Scheune 1743. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts liess der Schlossherr Johann Rudolf von Wurstemberger die Bauten des Guts barock umgestalten und die beiden Scheunen am Wittigkofenweg neu errichten; ihn nennt das Inventar als wahrscheinlichen Bauherrn. Weil beide Scheunen aber schon auf dem Riedigerplan von 1717 eingezeichnet sind, muss ihr Kern deutlich älter sein. Ein Architekt ist nicht bekannt.

Die Scheune zeigt sich noch weitgehend so wie um die Mitte des 18. Jahrhunderts, abgesehen von kleineren Veränderungen ohne Datum. Für das Gesamtbild des Landsitzes ist sie wichtig und gilt als schützenswert; sie gehört zur Baugruppe Schloss Wittigkofen. Achten Sie auf den Wechsel von Holztoren und Backsteinfeldern an der Längsseite.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Melchenbühlweg 137D · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schloss Wittigkofen · Bauinventar der Stadt Bern: Melchenbühlweg 139 · Wikidata: Q139079918

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Melchenbühlweg 137d

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