Kirche St. Mauritius
Die katholische Kirche St. Mauritius an der Waldmannstrasse 60 in Bethlehem ist ein Kirchenzentrum von Willi Egli aus den Jahren 1987 bis 1989.

- Adresse
- Waldmannstrasse 60
- Baujahr
- 1987–1989
- Architekt
- Willi Egli, Zürich
- Stil
- Skelettbau aus vorfabriziertem Sichtbeton und Betonstein, Pultdächer
- Heute
- Römisch-katholische Pfarrkirche mit Kirchenzentrum
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Waldmannstrasse in Bethlehem, zwischen Einfamilienhäusern und den Hochhäusern auf der anderen Strassenseite, liegt ein lang gestrecktes Ensemble aus Sichtbeton und Betonstein mit unterschiedlich geneigten Pultdächern. Die Dächer sind mit Titanzinkblech verkleidet. Von Osten nach Westen folgen Kirche, Gemeinderäume und Pfarrhaus aufeinander, verbunden durch zwei parallele Laufgänge.
Die Pfarrei St. Mauritius entstand 1969, als in Bethlehem viele neue Wohnsiedlungen gebaut wurden und die Bevölkerung stark wuchs. Zuerst diente eine als Provisorium gedachte Fastenopfer-Kirche, eine Notkirche nach einem Entwurf von Hanns Anton Brütsch. Erst zwanzig Jahre später konnte sie ersetzt werden: Der Zürcher Architekt Willi Egli plante und baute das neue Kirchenzentrum von 1987 bis 1989.
Der Kirchenraum hat einen quadratischen Grundriss, der Chor ist eingezogen. Ein hölzerner Dachstuhl auf Strebepfeilern aus Beton überspannt den hellen Raum, in dem die Bänke im Halbkreis um den erhöhten Altar stehen. Licht fällt durch Fenster im höchsten Teil der Wand, und über dem Tabernakel deutet sich am First ein Gewölbe an. Altar, Ambo, Taufstein und Tabernakel sind aus Naturstein, Holz und Metall. Die Orgel ist auf der Südseite in den Laufgang eingebaut und tritt an der Fassade hervor.
Zwischen Kirche und Pfarrhaus liegt ein gepflästerter Kirchhof, der wie ein Kreuzgang wirkt. Im Hof östlich der Kirche endet der südliche Laufgang in einem kleinen Campanile, in dem die Glocke der ersten Kirche von 1968 hängt. Laut Wikipedia soll das Areal wie eine Arche Schutz und Zuflucht bieten. Der Schweizer Heimatschutz widmete der Kirche ein eigenes Kapitel in seiner Publikation über die schönsten Bauten der Jahre 1975 bis 2000.
Das Bauinventar hält fest, dass Materialwahl und verspielte Volumen typisch für die Bauzeit sind. Wer von der alten Murtenstrasse her kommt, sieht die Nebenräume als Folge kleiner, durch Nischen voneinander abgesetzter Baukörper.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Waldmannstrasse 60 · Wikipedia (de): St. Mauritius (Bern-Bethlehem) · Open House Bern: Kirche St. Mauritius (Text Schweizer Heimatschutz) · Wikidata: Q53243953
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