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Kunst in Bern · Bauwerk

Primarschule Bethlehemacker

Die Primarschule Bethlehemacker am Kornweg 101–111 in Bern-Bethlehem besteht aus fünf Pavillons, die Oskar und Claire Rufer 1952 bis 1959 bauten.

Primarschule Bethlehemacker, Bern
Foto: Roland Zumbuehl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Kornweg 101, Kornweg 103, Kornweg 105, Kornweg 107 …
Baujahr
1952–1959 (Bauinventar); Erweiterungen bis 1970 (Stadt Bern)
Architekt
Oskar und Claire Rufer, Bern
Stil
Moderne der 1950er-Jahre, Pavillonschule
Heute
Volksschule Bethlehemacker, saniert und erweitert 2021–2024
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Kornweg stehen fünf ähnliche, verputzte Schulpavillons unter flach geneigten Satteldächern. Sie sind leicht fächerförmig angeordnet und fassen so gemeinsam einen Pausenhof, den das Bauinventar als klar und zugleich zurückhaltend gestaltet beschreibt. Vor jedem Eingang liegt eine kleine Vorhalle mit rautenförmigem Grundriss.

Das Gelände war schon im Bebauungsplan von 1943 für den Bethlehemacker als Schulareal freigehalten worden. Den Wettbewerb von 1951 gewannen Hans und Gret Reinhard. Weil sie zur gleichen Zeit auch den Wettbewerb für das Schulhaus Steigerhubel gewonnen hatten, verzichteten sie freiwillig auf den Auftrag – zugunsten des drittplatzierten Projekts von Oskar und Claire Rufer. Bei Wikidata ist die Architektin als Claire Rufer-Eckmann verzeichnet.

Gebaut wurde in drei Etappen. Zuerst entstanden zwei gleiche Klassentrakte, ein Nebentrakt mit Spezialräumen und Hausmeisterwohnung sowie eine Turnhalle; 1955 und 1959 folgte je ein weiterer, etwas grösserer Klassentrakt. Jeder Klassenpavillon hat zwei Geschosse mit je zwei Schulzimmern, erschlossen über ein Treppenhaus an der Stirnseite und einen Längskorridor. 1968/69 bauten die Rufers eine zweite Turnhalle und ein Sekundarschulhaus (Nr. 113) dazu; die Stadt nennt deshalb die Bauzeit 1952 bis 1970.

Die künstlerische Ausstattung stammt von Walter Linck; die Stadt nennt zusätzlich Margrit Linck-Daepp. An den Eingängen der Klassentrakte zeigen Wandbilder die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer, entstanden zwischen 1953 und 1959. Im Hof steht ein bemaltes Brunnen-Mobile aus Eisen und Stein von 1955, das die Stadt an die Werke von Jean Tinguely erinnert.

Von 2021 bis 2024 wurde die Anlage erneuert. Die unter Schutz stehenden Pavillons wurden originalgetreu saniert, die Kunstwerke restauriert, und anstelle des Hauses Nr. 113 entstand ein Neubau nach dem Wettbewerbsprojekt „Mon Oncle“ von Meier Leder Architekten aus Baden. Seit Oktober 2024 bietet die Volksschule Bethlehemacker Platz für 24 Klassen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Kornweg 101–111 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schulhaus Bethlehemacker · Hochbau Stadt Bern: Bauflyer Sanierung und Ersatzneubau Volksschule Bethlehemacker (2024) · Hochbau Stadt Bern: Kunst und Bau Volksschule Bethlehemacker (2024) · Wikidata: Q114108113

Lage in Bern
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Kornweg 101

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