Wohnhochhäuser an der Holligenstrasse 101, 109 und 121
Drei Wohnhochhäuser von Willi Althaus an der Holligenstrasse 101, 109 und 121 in Bern, gebaut 1960/61 aus Beton und rotem Backstein.

- Adresse
- Holligenstrasse 101, Holligenstrasse 109, Holligenstrasse 121
- Baujahr
- 1960/61 (Projekt 1959)
- Architekt
- Willi Althaus, Bern; Mitarbeit Rolf Stuhldreher
- Stil
- Rationalismus, Internationaler Stil
- Bauherr
- Bauherrengemeinschaft Holligenstrasse (mit Althaus)
- Schutz
- schützenswert; KGS-Nr. 17196, Kategorie B
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Hang unterhalb des Könizbergwalds markieren drei schlanke Hochhäuser den Rand der Stadt. Sie stehen frei auf Rasenflächen und heben sich mit ihren ziegelroten Fassaden deutlich vom Wald dahinter ab. Der Berner Architekt Willi Althaus (1912–1996) entwarf sie 1959, unter Mitarbeit von Rolf Stuhldreher; gebaut wurden sie 1960/61 für eine Bauherrengemeinschaft, der Althaus selbst angehörte.
Die drei Häuser sind fast gleich. Es sind prismenförmige Skelettbauten aus Beton, die auf Pfeilern stehen und mit Sichtbackstein verkleidet sind; am ansteigenden Gelände treten die Betonfundamente sichtbar hervor. Auf jedem Geschoss liegen vier Wohnungen um einen zentralen Doppel-Liftschacht. Das Treppenhaus zeigt sich auf der Nordwestseite als offenes, rückgratartiges Element. Nach Südosten wirken die Fassaden flächig, mit scharf eingeschnittenen Loggien, die beiden anderen Seiten gliedern fast quadratische Rahmenfenster.
Farbe spielt eine Rolle: Zu den roten Wänden kamen resedagrüne Storen, die Eingangshallen sind in zarten Hellblau-, Grau- und Weisstönen gehalten, kühl und elegant im Geschmack der Zeit. Auf dem Dach lag eine Terrasse unter einer Betonpergola. Rasenfelder, Nadelbäume, Plattenwege und eigene Spielplätze bilden die Umgebung.
Die Denkmalpflege zählt die drei Punkthochhäuser zu den für Bern wichtigen Beispielen eines rationalen, am Internationalen Stil orientierten Bauens. Das Ensemble ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung (Kategorie B) eingetragen. Bei der Sanierung von 1985 bis 1988 wurden die Häuser Nummer 109 und 121 mit Eternitschindeln verkleidet und verloren dabei einen Teil ihres ursprünglichen Charakters.
Nur Nummer 101 zeigt noch den Originalzustand, mit dem offenen Treppenhaus und der Pergola auf dem Dach; es gilt deshalb als Vorbild für künftige Sanierungen. Wer die drei Häuser vergleicht, sieht den Unterschied sofort.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Holligenstrasse 101, 109, 121 · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Mattenhof-Weissenbühl · Wikidata: Wohnhochhäuser · Wikidata: Willi Althaus
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